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Nepal gedenkt mit nationalem Trauertag der Opfer der Sturzflut
In Nepal ist am Montag mit einem nationalen Trauertag der Opfer der verheerenden Sturzflut vor knapp zwei Wochen gedacht worden. Landesweit wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt, und in der Hauptstadt Kathmandu nahmen hunderte Menschen an Mahnwachen für die Verstorbenen teil. Sie zündeten Kerzen an und sprachen Gebete, mit denen im Hinduismus die 13-tägige Trauerzeit nach dem Tod eines Angehörigen endet.
Bei der wahrscheinlich durch einen Gletscherabbruch verursachten Katastrophe am 26. August im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet waren aktuellen Zählungen zufolge fast 1400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 5500 Menschen werden immer noch vermisst, darunter hunderte Ausländer.
Ein Armeesprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP am Montag, die Such- und Rettungsarbeiten würden "mit dem gleichen Tempo wie am ersten Tag" fortgeführt. Unter den Vermissten sind auch viele Arbeiter von Wasserkraftwerken, die in verschütteten Tunneln vermutet werden. Nachdem am Wochenende drei von ihnen lebend geborgen werden konnten, ist neue Hoffnung aufgekommen, noch weitere Überlebende zu finden.
Nepals Präsident Ram Chandra Paudel besuchte am Montag Notunterkünfte in Nuwakot und sprach mit Menschen, die seit der Katastrophe kein Zuhause mehr haben. "Heute trauert das ganze Land wegen dieser schreckliche Katastrophe", erklärte er. "Allen, die auf Nachrichten von Familienangehörigen und Freunden warten, möchte ich versichern, dass die Such- und Rettungsarbeiten fortgesetzt werden."
W.Lapointe--BTB