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Rauchverbot im Auto: Bundesgesundheitsministerin will Länderinitiative prüfen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will eine Länderinitiative für ein Rauchverbot im Auto prüfen. "Die Zielsetzung der Länderinitiative werden wir auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüfen", sagte Warken den Zeitungen der Funke Mediengruppe nach Angaben vom Sonntag. "Der Gesundheitsschutz insbesondere von Kindern sollte für uns alle höchste Priorität haben und die Rücksichtnahme auf Mitmenschen eine Selbstverständlichkeit sein."
Die Gefahr der Belastung durch Passivrauchen im Auto sei den meisten Menschen aber ohnehin bewusst. "Mitinsassen können sich hier nicht entziehen, die Folgen können Schädigungen der Lunge, Atemwegsbeschwerden und Atemwegserkrankungen sein", sagte Warken.
Mehrere Bundesländer wollen im Bundesrat erneut eine Gesetzesvorlage einbringen, wonach das Rauchen im Auto, wenn Kinder oder Schwangere mitfahren, verboten werden soll. Sollte die Länderkammer am kommenden Freitag dafür stimmen, muss sich der Bundestag mit dem Vorstoß beschäftigen.
Zahlreiche Verbände und Organisationen fordern seit Jahren ein Rauchverbot im Auto zum Schutz von Minderjährigen und Schwangeren vor Passivrauchen. Dazu zählen unter anderem das Deutsche Kinderhilfswerk, das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Bundesärztekammer und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Vor zwei Jahren scheiterten Pläne des damaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) für ein Rauchverbot bei Autofahrten mit Minderjährigen und Schwangeren unter anderem am Widerstand des damaligen Koalitionspartners FDP.
Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt sagte den Funke-Zeitungen, ein Rauchverbot in Autos, in denen Minderjährige oder Schwangere sitzen, sei "überfällig".
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, Simone Borchardt, lehnte hingegen eine solche Gesetzesveränderung ab. Ein ausschließliches Verbot im Auto sei "ein Placebo", sagte Borchardt den Funke-Zeitungen. Die Realität zeige, dass viele Kinder auch zu Hause oder in anderen sozialen Umfeldern Tabakrauch ausgesetzt seien.
D.Schneider--BTB