-
Dark Romance: Wenn der Stalker zum romantischen Helden wird
-
Gewinnspiel: Zwei Karten für Circus Roncalli in Linz
-
Kritik an Luxemburger Verkehrsplanung: Weniger Grün trotz Versprechen
-
Steve McQueens Ferrari 275 GTB/4 NART Spider geht in New York unter den Hammer
-
Neuköllner Linken-Politiker Ahmed Abed vertrat Ibrahim Ibrahim vor Gericht
-
Susanne Johna kündigt Kandidatur als BÄK-Präsidentin an
-
Die schnellsten Kampfpanzer der Welt: Von 80 km/h und dem Einfluss des Gewichts
-
Schüler des Heisenberg-Gymnasiums erforschen Enzymkinetik am KIT
-
Wetterexperten rechnen mit früherem Schnee als erwartet
-
Nicolas Feuz über KI-Kontroverse: Thélyson Orélien als Sündenbock der Literaturwelt
-
Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus
-
Kantonsregierung Zürich blockiert barrierefreie Querungen zugunsten des Autoverkehrs
-
Lando Norris holt Pole-Position im nassen Qualifying zum GP Brasilien
-
Arzt mit 20'000 Franken Lohn: So viel gibt die Familie pro Monat aus
-
Hartmut Graßl: Klimawandel erzwingt neues Zeitalter und US-Wahl als Wendepunkt
-
RB Leipzig lässt Stadionpublikum über die Pausenmusik abstimmen
-
Zolgensma: Novartis untersucht mögliche Verbindung zu Tumorfällen
-
Sarkopenie früh erkennen und Muskelkraft im Alter gezielt erhalten
-
Gesundheitskompetenz: Vier Schritte zu verlässlicheren Entscheidungen
Barmer-Analyse: Ohne bessere Patientensteuerung deutlich mehr Notfallbehandlungen
Ohne eine bessere Patientensteuerung könnte die Zahl ambulanter Notfallbehandlungen in Krankenhäusern laut einer Krankenkassenstudie bis zum Jahr 2040 von zuletzt 13 Millionen auf 15,7 Millionen steigen. Das wäre ein Zuwachs um rund 21 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024, wie aus einer Analyse des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.
Zudem könnten Rettungsdiensteinsätze mit Patiententransport in derselben Zeitspanne um knapp 13 Prozent zunehmen - von 6,86 Millionen auf 7,74 Millionen. Haupttreiber sei unter anderem die alternde Bevölkerung.
Für die Analyse wurde die Inanspruchnahme der Notfallversorgung in bundesweit 984 Regionen untersucht. Wenn es gelänge, diese auf das Niveau der Regionen mit den heute niedrigsten Quoten zu senken, könnte die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen in Kliniken und der Rettungsfahrten bis zum Jahr 2040 demnach um mehr als 25 Prozent gesenkt werden.
"Das Notfallsystem muss entlastet werden", erklärte Barmer-Chef Christoph Straub. Durch eine gezielte Patientensteuerung könnten die Hausärzte und der ärztliche Bereitschaftsdienst verstärkt weniger dringliche Fälle übernehmen. "Nicht jeder vermeintliche Notfall ist tatsächlich einer", betonte Straub. Für eine möglichst passgenaue Versorgung sei daher eine verbindliche Ersteinschätzung elementar.
Regional entwickelt sich die Inanspruchnahme der Notfallversorgung laut der Analyse sehr unterschiedlich. In Sachsen-Anhalt könnte die Zahl ambulanter Behandlungen im Krankenhaus demnach um acht Prozent und die der Rettungsdiensteinsätze mit Patiententransport um gut fünf Prozent sinken. Grund dafür seien eine stabile hausärztliche Versorgung einhergehend mit Bevölkerungsrückgängen. In Baden-Württemberg könnten dagegen die Inanspruchnahmen um 29 Prozent beziehungsweise 18 Prozent steigen.
Im April hatte das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung beschlossen. Ziel ist es, die Zahl der in den Rettungsstellen der Krankenhäuser behandelten Menschen deutlich zu reduzieren, vor allem durch eine bessere Ersteinschätzung. Der Entwurf wird derzeit im Bundestag beraten.
O.Krause--BTB