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Verdächtiger nach Schüssen auf drei junge Palästinenser in den USA festgenommen
Nach den Schüssen auf drei Studenten palästinensischer Herkunft in den USA hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 48-Jährige wurde am Sonntagnachmittag (Ortszeit) nahe dem Tatort gefasst, wie die Polizei der Stadt Burlington im nordöstlichen Bundesstaat Vermont in der Nacht auf Montag mitteilte. Der Mann lebt demnach in einem Wohngebäude, vor dem die drei Studenten niedergeschossen und verletzt worden waren.
Eine Wohnungsdurchsuchung und weitere Ermittlungsergebnisse hätten den Verdacht gegen den Mann erhärtet, erklärte Burlingtons Polizeichef Jon Murad. Der Verdächtige sollte am Montag einem Richter vorgeführt werden. Die Behörden prüfen, ob es sich bei dem Angriff um ein Hassverbrechen handelt. An den Ermittlungen sind neben der örtlichen Polizei auch die US-Bundespolizei FBI und die US-Waffenbehörde ATF beteiligt.
Die drei 20-jährigen Studenten waren am Samstagabend in Burlington niedergeschossen worden. Nach Angaben der Polizei waren die jungen Männer unterwegs, "als ihnen plötzlich ein Weißer gegenüberstand, der mit einer Pistole bewaffnet war". Ohne etwas zu sagen, habe der Mann mindestens vier Mal auf die Studenten geschossen.
Nach Angaben der Polizei waren zwei der Opfer nach dem Angriff in einem "stabilen" Zustand, der dritte Palästinenser hingegen erlitt "ernsthaftere Verletzungen". Bei dem Angriff trugen zwei der Opfer traditionelle palästinensische Tücher. Wegen des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gibt es im Moment weltweit einen Anstieg von antisemitischen und islamophoben Attacken.
Die drei Palästinenser hatten eine Privatschule im Westjordanland besucht. Sie studieren derzeit an drei verschiedenen Universitäten im Nordosten der USA. In Burlington, der größten Stadt in Vermont, befanden sie sich für den Feiertag Thanksgiving. Zwei der jungen Männern haben die US-Staatsbürgerschaft, der dritte hat einen US-Aufenthaltstitel.
F.Müller--BTB