-
Benzinpreis fällt in der Schweiz erstmals seit August unter zwei Franken
-
Novartis prüft Tumormeldungen nach Behandlungen mit Zolgensma
-
Wenn die Enkelbetreuung Grosseltern an die Belastungsgrenze bringt
-
Ronaldinho und Del Piero begeistern 24.000 Zuschauer im Letzigrund
-
Kürbis-Pancakes bringen herbstliche Aromen auf den Brunchtisch
-
Miro Muheims Distanztreffer sorgt in der Bundesliga für Aufsehen
-
Geplantes Ende der 50-Euro-Grenze beim Einkauf in Deutschland polarisiert
-
USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus
-
Maximilian Streule schafft nach Herzoperation den Sprung ins Nationalteam
-
Unfall und brennendes Auto führen auf der A1 bei Härkingen zu Stau
-
Nach Tod von 14 Pferden erhält betroffene Familie mehr als 60.000 Franken
-
Werkstattbrand in Giebenach verursacht hohen Sachschaden
-
Flucht vor Polizei endet in Andwil mit schwerem Unfall an Wohnhaus
-
Kalabrien verschenkt leerstehende Häuser zur Bekämpfung der Abwanderung
-
Essbare Pilze im November: Guide für Sicherheit und Identifikation
-
Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg
-
Tägliche digitale Rätsel: Sudoku, Wordle und Kreuzworträtsel der Badischen Zeitung
-
BCP-CEO fordert flexiblere Wohnkredite für volatile Arbeitsmärkte
-
Adam Hart stirbt mit 82 – Architekt von Dalstons Gillett Square und Jazz-Enthusiast
-
Parkdean Resorts: Februar-Halbzeit-Urlaube ab 129 Pfund
-
Rechnungshof kritisiert Wiener Zeitung: Exzessive Gehälter und Interessenkonflikte
-
Sisi ehrt gefallenen Offizier mit Hochzeit seiner Tochter
-
Thomas Markle Sr. wegen Kindesmissbrauchs-Aufnahmen in Florida festgenommen
NRW-Justizminister Limbach will Schwarzfahren entkriminalisieren
Der Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach (Grüne), will das Schwarzfahren entkriminalisieren. "Es gibt keinen überzeugenden Grund, das Fahren ohne Fahrschein unter Strafe zu stellen", sagte er am Samstag dem WDR. Limbach stellt sich damit auf die Seite von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP), der schon vor Monaten gefordert hatte, das Schwarzfahren nur noch als Ordnungswidrigkeit zu ahnden.
Limbach sagte dem WDR, beim Fahren ohne Fahrschein gehe es im Kern "um die Durchsetzung des erhöhten Beförderungsentgelts durch ein privates Verkehrsunternehmen". Die Strafverfolgungsbehörden seien nicht dafür da, private Forderungen einzutreiben. "Das kennen wir auch in anderen Bereichen des Wirtschaftslebens nicht, dass hier der Staat privates Unrecht verfolgt."
Der Grünen-Politiker sieht die Verkehrsunternehmen selbst in der Pflicht: Die Verkehrsunternehmen könnten selbst dafür sorgen, dass sie durch Zugangskontrollen dafür sorgen, dass Menschen nur mit Fahrschein befördert werden. "Versuchen Sie mal in Paris mit der Metro zu fahren ohne Fahrschein. Das ist nicht möglich", sagte er dem WDR. "Das ist doch eine Verantwortung des Verkehrsunternehmens und nicht der Gesamtgesellschaft."
Limbach betonte, die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden müsse sich darauf konzentrieren, was wirklich wichtig sei: "Kriminalität zu bekämpfen, zum Beispiel auch Gewalt gegen Rettungskräfte, gegen Polizisten, gegen staatliche Bedienstete. Wir müssen Mafia-Kriminalität, Organisierte Kriminalität verfolgen." Es werde "total viel Zeit" dafür verschwendet, für die Verkehrsunternehmen Strafverfahren zu führen.
Buschmann hatte im November gesagt, er wolle das Fahren ohne Fahrschein zu einer Ordnungswidrigkeit machen, um die Justiz zu entlasten. Das Sanktionsverfahren müsse standardisiert und weniger personalintensiv werden.
Die Verkehrsbetriebe hingegen warnten im aktuellen "Spiegel" vor der Entkriminalisierung. Fahren ohne Ticket müsse eine Straftat bleiben, sagte der Vorstand des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr, Oliver Wittke, dem Magazin. "Eine Herabstufung zur Ordnungswidrigkeit wäre eine Einladung zu noch intensiverem Missbrauch."
Der Stuttgarter Verkehrsverbund VVS nannte die Pläne im "Spiegel" "ein falsches Signal an die ehrlichen Fahrgäste". Fehlende Einnahmen müssten dann über höhere Fahrpreise ausgeglichen werden. Der Hamburger Verkehrsverbund warnte, dass bereits jetzt durch Schwarzfahren erhebliche Verluste für Kommunen und Verkehrsunternehmen entstünden. Der Branchenverband VDV schätzt die Einnahmeausfälle bundesweit auf bis zu eine Milliarde Euro jährlich.
B.Shevchenko--BTB