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Gazastreifen: Zivilschutz meldet 14 Tote bei israelischem Angriff auf Schulgebäude
Im Zentrum des Gazastreifens sind nach Angaben der örtlichen Behörden bei einem israelischen Angriff auf einen Schulkomplex mehrere Menschen getötet worden. Bei der Attacke auf die Al-Jawni-Schule in der Flüchtlingssiedlung Nuseirat seien außerdem mehrere Menschen verletzt worden, teilte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde in dem Palästinensergebiet mit. Unter den Toten seien auch Frauen und Kinder. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Die israelische Armee sprach von einem "präzisen" Angriff auf "Terroristen", die sich in einem Kommandozentrum der Hamas auf dem Schulgelände aufgehalten hätten. Zur Identität der Zielpersonen und zum Ausgang des Angriffs machte das Militär zunächst keine Angaben.
In dem Schuldgebäude, in dem das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA eine Notunterkunft betreibt, halten sich nach Angeben der Hamas-Pressestelle rund 5000 Vertriebene auf. Die Schule geriet nach Angaben des Zivilschutzes seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 mindestens fünf Mal unter Beschuss. Im Juli waren mindestens 16 Menschen bei einem Angriff getötet worden, der sich laut der israelischen Armee ebenfalls gegen "Terroristen" richtete.
Israel und die im Gazastreifen regierende islamistische Palästinenserorganisation Hamas befinden sich seit elf Monaten im Krieg. Dieser war durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober vergangenen Jahres ausgelöst worden. Kämpfer der Hamas und anderer militanter Palästinensergruppen hatten dabei in mehreren Orten im Süden Israels nach israelischen Angaben 1205 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang mehr als 41.000 Menschen getötet.
M.Ouellet--BTB