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Trumps Name prangt fortan an renommiertem Kulturzentrum in Washington
Nach der Umbenennung der angesehensten Kultureinrichtung in Washington D.C. zu Ehren von US-Präsident Donald Trump ist der neue Schriftzug feierlich enthüllt worden. Arbeiter auf Hebebühnen ließen am Freitag an der Kultureinrichtung blaue Vorhänge herab, die den neu angebrachten Schriftzug "Trump-Kennedy-Center" offenbarten. Das Direktorium des Hauses - dem Trump vorsteht - hatte die Umbenennung am Vortag einstimmig beschlossen.
Der Schritt war erwartet worden: Trump hatte das Zentrum für Konzerte, Opern, Tanz und Theaterstücke bei Auftritten bereits mehrfach als "Trump-Kennedy Center" bezeichnet. Er stellte dies allerdings als Versprecher dar.
Der Maga-Politiker (Make America great again, Macht Amerika wieder großartig) hatte das Kennedy Center nach seinem Amtsantritt im Januar als "woke" angeprangert. Er setzte einen Gefolgsmann als Präsidenten ein, besetzte das Direktorium neu und ließ sich selbst zum Vorsitzenden wählen. Angeblich "linke" Programminhalte wurden in der Folge gestrichen und durch "patriotische" ersetzt. Trump nahm zudem bauliche Veränderungen vor.
Das 1971 eröffnete Kulturzentrum war nach dem 1963 ermordeten Demokraten John F. Kennedy ernannt worden, der mit seiner Frau zu Lebzeiten Geld für den Bau gesammelt hatte. Es galt bis vor Kurzem als über den Parteien stehende Einrichtung mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich.
O.Krause--BTB