-
EVP-Chef Weber: Brandmauer ist politischer Auftrag - aber kein Bunker
-
NBA: Lakers-Star Doncic verpasst Rest der Hauptrunde
-
Nasa: Artemis-Crew ist "auf halber Strecke" zum Mond
-
Evenepoel vor Flandern-Debüt: "Das Gefühl, gewinnen zu können"
-
Eberl schwärmt: Kompany "gehört zur ganz großen Trainer-Gilde"
-
Real-Experte Kahn: "Das Gefühl, alles drückt dich nach unten"
-
Bundeswirtschaftsministerin Reiche lehnt Steuerrabatte auf Sprit ab
-
Rettungskräfte: Ein Verletzter durch iranische Raketenangriffe auf Israel
-
Papst Leo XIV. leitet erstmals Kreuzweg – 30.000 Gläubige am Kolosseum
-
Expansion Draft der WNBA: Sabally und Geiselsöder ausgewählt
-
Trump beantragt bei Kongress 152 Millionen Dollar für Wiederinbetriebnahme von Alcatraz
-
Iran schießt US-Kampfjet ab - US-Medien: Ein Crewmitglied gerettet, eines noch vermisst
-
Kubanische Regierung beginnt mit Freilassung von mehr als 2000 Gefangenen
-
Französisches Schiff durchquert Straße von Hormus - weitere Tanker nahe Oman
-
Iran schießt offenbar US-Kampfjet ab - ein Crewmitglied laut US-Medien gerettet
-
Medienberichte: Ein Besatzungsmitglied nach Abschuss von US-Kampfjet über dem Iran gerettet
-
Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - mindestens zehn Tote
-
Eberl vor Real: "Eine Bestie rollt auf uns zu"
-
Weißes Haus fordert Verteidigungshaushalt von 1,5 Billionen Dollar
-
Explosion im ICE: Ermittler prüfen politische Motiv und psychische Erkrankung
-
ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert
-
Ex-Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing zum Präsidenten von Myanmar gewählt
-
Zerstörung von Irans größter Brücke: Trump droht mit neuen Angriffen auf Infrastruktur
-
Massive russische Luftangriffe auf Ukraine am hellichten Tage - Selenskyj kritisiert "Eskalation" an Ostern
-
"Niemand hat mit mir gesprochen": Löw dementiert Ghana-Gerücht
-
FIGC beendet Zusammenarbeit mit Gattuso
-
Toyota bZ7: EV‑Luxus in China
-
Überraschungs-Start: Lipowitz ab Montag im Baskenland
-
31 Betreuer für Schulkinder in Paris wegen sexueller Übergriffe suspendiert
-
Sprengsätze im ICE: Möglicherweise politisches Motiv des Tatverdächtigen
-
Containerschiff eines französischen Eigners durchquert Straße von Hormus
-
US-Bündnisparter reagieren irritiert auf Trumps Aussagen zur Nato
-
Linkspopulistische und pro-palästinensische EU-Abgeordnete im Visier der französischen Justiz
-
Neues Aufgabengebiet: Gensheimer nicht länger Löwen-Sportchef
-
Druck von Verteidigungsminister Hegseth: Chef des US-Heeres tritt zurück
-
Bayern-Frauen gegen Barcelona erneut in der Arena
-
Trump baut Kabinett weiter um: Justizministerin Pam Bondi muss gehen
-
Feuerwehr befeuchtet sterbenden Wal vor Poel mit Ostseewasser
-
Rassismus gegen schwarzen Bürgermeister: Frankreichs Justiz ermittelt
-
Einspruch stattgegeben: Löwen behalten doch Sieg gegen Lemgo
-
DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie
-
Gesundheitsministerin Warken gegen starke Abstriche bei Partnerversicherung
-
Historische Mondumrundung: Artemis-Crew verlässt Erdumlaufbahn
-
Eta wird Cheftrainerin der Union-Frauen
-
FC Bayern: Kane fehlt in Freiburg
-
Wirtschaftsministerin Reiche sucht externe Berater für Ministeriumsaufgaben
-
Woods direkt nach Unfall: Mit dem "Präsidenten" gesprochen
-
Mit nur 26 Jahren: Skispringer Lisso beendet Karriere
-
AFP-Zählung: Ex-Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing zum Präsidenten von Myanmar gewählt
-
Schröder löst Playoff-Ticket - Sorgen um Doncic
Dunkelfeldstudie zeigt: Nur Bruchteil von Partnerschaftsgewalt wird angezeigt
Der allergrößte Teil von Gewalterfahrungen in der Partnerschaft wird nicht angezeigt - damit ist das Dunkelfeld "riesig". Das ergab eine umfassende Dunkelfeldstudie, die gemeinsam von Familienministerium, Innenministerium und Bundeskriminalamt erarbeitet und am Dienstag vorgestellt wurde. Demnach werden bei psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften 19 von 20 Taten nicht angezeigt. Die Studie zeigt auch: Frauen sind von sexualisierter Gewalt stärker betroffen und erleben häufigere und schwerere Gewalttaten als Männer.
"Es wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen" - dieser Satz begleitet häufig Angaben zu bestimmten Vorfällen und schränkt somit deren Aussagekraft massiv ein. Daher wurde eine neue Dunkelfeldstudie als Gegenstück zum Hellfeld erstellt, welches sich nur auf Taten stützt, die auch zur Anzeige gebracht werden. "Wir halten die Taschenlampe ins Dunkel", sagte Familienministerin Karin Prien (CDU) bei der Vorstellung der aktuellen Studie.
Die Befragung ergab, dass grundsätzlich Männer und Frauen von psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften beinahe gleichermaßen betroffen sind: So erlebten 23,8 Prozent der Frauen und 23,3 Prozent der Männer in den zurückliegenden fünf Jahren psychische Gewalt in Paarbeziehungen oder ehemaligen Paarbeziehungen. Über die gesamte Lebenszeit erstreckte sich die Betroffenheit auf 48,7 Prozent der Frauen und 40,0 Prozent der Männer. Hier wurde etwa emotionale, kontrollierende und ökonomische Gewalt erfasst.
Bei der körperlichen Gewalt waren im Fünfjahreszeitraum mit 6,1 Prozent etwas mehr Männer als Frauen (5,2 Prozent) betroffen, über die gesamte Lebenszeit waren es 18,0 Prozent der Frauen und 14,0 Prozent der Männer. Jedoch weisen Frauen bei beiden Gewaltformen "eine deutlich höhere Inzidenz und Schwere der Gewalt auf", heißt es in der Studie. Die Anzahl der Gewalthandlungen und die Schwere der Übergriffe sind bei ihnen also deutlich höher. Zudem empfinden sie in den Situationen "mehr Angst" als Männer.
Bei der sexuellen Gewalt sind Frauen grundsätzlich stärker betroffen: Innerhalb des Lebens hat jeder vierte Mann (23,5 Prozent) und mehr als jede zweite Frau (56,7 Prozent) sexuelle Belästigung ohne Körperkontakt erfahren - innerhalb und außerhalb von Partnerschaften. Sexuelle Belästigung mit Körperkontakt haben bereits 40,8 Prozent der Frauen und 12,3 Prozent der Männer erlebt. Auch hier wiegen zusätzlich Schwere und Häufigkeit der Gewalt stärker als bei Männern.
Die Anzeigebereitschaft ist unabhängig von der Gewaltform niedrig und liegt in den meisten Fällen bei unter zehn Prozent. Bei psychischer und körperlicher Gewalt in Partnerschaften oder früheren Partnerschaften sind es weniger als fünf Prozent, bei Gewalt im digitalen Raum noch weniger. "Dieses Schweigen ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck von Angst und offenbar fehlenden Zugängen zu Hilfe", sagte Familienministerin Prien. BKA-Präsident Holger Münch sagte, die Studie liefere belastbare Daten, um die Schutz- und Hilfsangebote weiterzuentwickeln.
Die letzte umfassende repräsentative Opferbefragung im Auftrag des Familienministeriums stammt von 2004 und umfasste nur Frauen. Diesmal wurden von Juli 2023 bis Januar 2025 durch das Institut Verian insgesamt 15.479 Menschen zwischen 16 und 85 Jahren befragt und zwar Männer und Frauen. Die Studie heißt "LeSuBiA" - "Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag".
Sie erfasste erstmals auch systematisch das Phänomen der digitalen Gewalt. Demnach erlebten 20,0 Prozent der Frauen und 13,9 Prozent der Männer in den zurückliegenden fünf Jahren digitale Gewalt, also beispielsweise Identitätsdiebstahl im Netz oder gefälschte Fotos und Videos. Jüngere waren deutlich stärker betroffen.
Weitere Kernbotschaften der Studie sind, dass über nahezu alle Gewaltformen hinweg queere Gruppen sowie Menschen mit Migrationshintergrund stärker betroffen sind - hier vor allem Frauen. Weiterhin wurde deutlich, dass Gewalterfahrungen in der Kindheit weit verbreitet sind: Jede und jeder Zweite berichtete von körperlicher Gewalt durch Erziehungsberechtigte, jede und jeder Vierte von Gewalt zwischen den Erziehungsberechtigten.
H.Seidel--BTB