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Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin
Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.
Die Menschheit bestehe zur Hälfte aus Frauen und Mädchen, erklärte Baerbock weiter. Nach 80-jährigem Bestehen der UNO sende "die Entscheidung ein starkes Signal aus, ob die Vereinten Nationen die Welt, der sie dienen, wirklich repräsentieren."
Als Präsidentin der Generalversammlung hatte Baerbock den Prozess zur Findung eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin des Portugiesen António Guterres moderiert, dessen Amtszeit als UN-Generalsekretär im Dezember endet. Derzeit gibt es fünf Bewerberinnen und drei Bewerber.
Eine eigene Kandidatur hatte Baerbock ausgeschlossen, weil nach den ungeschriebenen Rotationsregeln Lateinamerika an der Reihe ist. Stattdessen wechselt die Grünen-Politikerin laut Medienberichten als Professorin an die renommierte Columbia University in New York.
Den Vorsitz der UN-Generalversammlung übergibt Baerbock am Dienstag an den Außenminister von Bangladesch, Khalilur Rahman. Die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen hatten den 72-Jährigen im Juni gewählt.
F.Müller--BTB