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AfD-Chef Chrupalla sieht "klaren Regierungsauftrag" für AfD in Sachsen-Anhalt
AfD-Bundeschef Tino Chrupalla hat nach der Wahl in Sachsen-Anhalt den Anspruch seiner Partei bekräftigt, eine Regierung zu bilden. "Das Wählervotum ist klar. Wir haben einen ganz klaren Regierungsauftrag", sagte Chrupalla am Montag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir werden Gesprächsangebote an alle Parteien senden. Da wird man sehen, wer uns die Hand wegschlägt." Chrupalla sagte auf die Frage, ob seine Partei angesichts der schwierigen Mehrheitsverhältnisse auch Neuwahlen in Erwägung ziehe, die AfD sei "auf alle Szenarien vorbereitet".
Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag deutlich vor der regierenden CDU gewonnen, eine absolute Mehrheit aber verfehlt. Da alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, käme nur das BSW infrage, das erstmals den Einzug in den Landtag in Magdeburg schaffte. Das BSW bietet bisher aber keine Koalition an, sondern eine Kooperation bei Sachthemen, womit die AfD eine Minderheitsregierung führen müsste.
Die AfD wünsche sich, dass es in Sachsen-Anhalt zu einer "stabilen Regierung" mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als Ministerpräsident kommt, sagte Chrupalla. Die "nächsten Stunden oder Tage" müssten zeigen, ob auch in der CDU jemand bereit sei, mit der AfD zusammenzuarbeiten. Nach ihrem "desaströsen Wahlergebnis" hätten auch Oppositionsparteien wie die CDU eine Verantwortung, für stabile Regierungsverhältnisse zu sorgen.
O.Krause--BTB