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"Ich schmeiße Sie hier raus": Klöckner verärgert über AfD-Verhalten im Bundestag
Mit lautstarken Zwischenrufen haben AfD-Abgeordnete in der Debatte des Bundestags am Mittwoch den Ärger von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) auf sich gezogen. Mehrfach hatte Klöckner die AfD gemahnt, Redner anderer Fraktionen nicht zu unterbrechen - bis ihr der Kragen platzte: "Wir sind hier jetzt mit auf dem Fußballplatz, heben Sie sich das fürs Wochenende auf", tadelte Klöckner - und fügte eine Warnung in Richtung AfD hinzu: "Wenn das jetzt hier nochmal passiert, so ein Verhalten, schmeiße ich Sie hier raus."
Die Zwischenrufe aus der AfD-Fraktion galten der Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Generalaussprache des Bundestags. "Es wird hier reingepfiffen", beschwerte sich Klöckner. "Zwischenrufe gehören zum parlamentarischen Geschäft dazu. Aber es gehört nicht dazu, dass man permanent einen Redner unterbricht."
Merz bedankte sich für die Intervention. "Das ist sehr liebenswürdig von Ihnen, Frau Präsidentin", sagte er - und zweifelte zugleich die Effizienz solcher Mahnungen an die AfD-Fraktion an: "Es wird trotzdem verhallen, und diese Fraktion wird weiter versuchen, hier nicht mehr zu stören", sagte er begleitet von Zwischenrufen der AfD. "Sehen Sie, es geht gleich weiter", resümierte der Kanzler.
S.Keller--BTB