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"Diktator Sánchez": Milei sorgt bei Besuch in Spanien für Eklat
Mitten im spanischen Wahlkampf hat der argentinische Präsident Javier Milei bei einem Besuch in Madrid für einen Eklat gesorgt. Der ultrarechte Staatschef verunglimpfte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez am Mittwoch als "Diktator". Das spanische Außenministerium verurteilte die Äußerungen und warf Milei eine "Einmischung in innere Angelegenheiten" des EU-Landes vor.
Milei sagte bei einem Wirtschaftsforum in Madrid, Spanien leide unter dem "Diktator Pedro Sánchez". Er rief die Wähler dazu auf, Sánchez abzuwählen. "Werft die Sozialisten raus, denn ihr seid die Wiege des Liberalismus", sagte er. Milei, der mit seinem Besuch in Spanien die rechtsgerichteten und rechtsextremen Parteien stärken will, beschimpfte Sánchez auch als "Dieb" und bezeichnete ihn als "korrupt".
Das spanische Außenministerium verurteilte Mileis "Beleidigungen und Verleumdungen". Es sei "unwürdig", dass der Staatschef "einer befreundeten Nation unser Land mit dem einzigen Ziel besucht, ein Klima der Polarisierung und Gewalt" zu schüren.
Milei, der Sánchez linksgerichtete Regierung bereits bei früheren Besuchen in Spanien attackiert hat, wird den Ministerpräsidenten nicht treffen. Der argentinische Präsident plant stattdessen Gespräche mit Vertretern der ultrarechten Partei Vox sowie der Vorsitzenden der konservativen PP in der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso.
S.Keller--BTB