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FC Bayern: Achtköpfiger Aufsichtsrat entscheidet über Kahn
Beim FC Bayern wird nach einer Chaos-Saison ein Umbruch auf allen Ebenen erwartet. Im Fokus stehen Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Am kommenden Dienstag (30. Mai) trifft sich der mächtige Münchner Aufsichtsrat in der Allianz Arena, um über die Zukunft des Fußball-Rekordmeisters zu beraten.
Schon länger wird über eine Ablösung von Kahn spekuliert. Intern wird nun angeblich Jan-Christian Dreesen als Ersatz favorisiert. Dreesen ist bislang Finanzchef und Stellvertreter von Kahn. Er wollte den Klub eigentlich am 30. Juni verlassen - wohl auch wegen Differenzen mit Kahn.
Aktuell gehören dem Aufsichtsrat der Bayern München AG acht Personen an, Chef ist laut Satzung Vereinspräsident Herbert Hainer. Einflussreichstes Mitglied ist Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Zudem gehören dem Gremium neben Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber und dem 1. Vizepräsidenten des e.V., Dieter Mayer, noch Jan Heinemann (adidas), Markus Duesmann (Audi), Werner Zedelius (Allianz) und Thorsten Langheim (Telekom) als Vertreter der Anteilseigner und Großsponsoren an.
Normalerweise müsste der Aufsichtsrat aus neun Mitgliedern bestehen. Doch Michael Diederich (vormals Unicredit) schied aus, weil er bereits als designierter Nachfolger von Dreesen in den Vorstand aufgerückt ist. Sein Posten wird nachbesetzt.
Der Aufsichtsrat hat Einfluss auf sportliche Entscheidungen. Alle Transfers mit einem Volumen über 20 Millionen Euro bedürfen der Zustimmung. Hainer, Hoeneß und Co. müssen am Dienstag also ein bestimmtes Budget freigeben, um die zu erwartende Transferoffensive zu genehmigen.
"Finanziell ist der FC Bayern sehr, sehr gut aufgestellt", sagte Hainer bereits: "Wir haben eine hohe Eigenkapitalquote, wir haben auch noch ein bisschen Geld auf dem Festgeldkonto." Der Umsatz für diese Saison soll laut Medien auf einen Rekordwert von 835 Millionen Euro ansteigen.
W.Lapointe--BTB