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Neue DFL-Spitze will nicht an Anstoßzeiten rütteln
Die neue Doppelspitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) will trotz des gescheiterten Investoren-Einstiegs nicht an den bisherigen Anstoßzeiten der Bundesliga rütteln. Die seit dem 1. Juli im Amt befindlichen Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel machten bei ihrer Präsentation am Donnerstag klar, dass es bei der Ausschreibung der Medienrechte im kommenden Jahr bei den bisherigen Ansetzungen bleiben wird.
"Ein großer Schwerpunkt wird die Ausschreibung der nationalen Medienrechte der Spielzeiten 2025/26 bis 28/29 sein, die vor der EM zu einem Abschluss kommen soll", sagte Merkel in Frankfurt/Main: "Es ist nicht das einfachste Umfeld momentan. Aber es gibt weiterhin ein ungebrochen hohes Interesse."
Derzeit befindet sich die DFL in Gesprächen mit dem Bundeskartellamt hinsichtlich des vorgeschlagenen Konzepts. Dabei geht es auch darum, ob ein Medienunternehmen künftig wieder alle Rechte kaufen darf oder nicht. Momentan erlöst der Ligaverband 1,1 Milliarden Euro pro Saison, dazu kommen knapp 200 Millionen aus der internationalen Vermarktung.
Obwohl das Kapital eines Geldgebers in erster Linie für den Aufbau einer eigenen digitalen Plattform vorgesehen war, soll daran auch künftig mit Hochdruck gearbeitet werden. "Die Etablierung einer Bundesliga-Plattform ist zentral", sagte Lenz: "Das werden wir definitiv angehen."
Finanziert werden soll das Ganze - eine Nummer kleiner als zuvor geplant - durch Abgaben der Klubs. Vorgesehen ist das Modell zunächst für Auslandsmärkte, in denen die DFL keine lohnenden Angebote erhält.
Langfristig strebt die DFL mit Blick auf die explodierenden Ausgaben eine Kostenobergrenze für die Klubs im europäischen Kontext an. Die neue Spitze verlangt von den deutschen Klubs ein "rationales Finanzgebaren im Vergleich zum Ausland", an der sogenannten "50+1"-Regel soll nicht gerüttelt werden.
"Das wird keine Two-Men-Show", sagte Merkel beim Blick auf die Arbeitsweise: "Es wird keinen Totalumbau der DFL geben. Wir wollen anpacken und Taten sprechen lassen."
C.Kovalenko--BTB