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DOSB rechnet mit 420 bis 450-köpfigem Team für Paris
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rechnet für die Sommerspiele in einem Jahr in Paris (26. Juli bis 11. August) mit einem 420- bis 450-köpfigen Team. Dies sagte Olaf Tabor, DOSB-Vorstand für Leistungssport, in der "SID MixedZone" in Köln. Bei den vergangenen Sommerspielen 2021 in Tokio war der DOSB mit einem 434-köpfigen Aufgebot vertreten.
"Derzeit haben wir 33 Quotenplätze erreicht, daher ist es schwer zu sagen, wie groß die Mannschaft wird. Viele Qualifikationen laufen noch", sagte Tabor, "es hängt natürlich auch viel davon ab, wieviele Teams sich qualifizieren." Gefragt nach den Medaillenerwartungen winkte Tabor ab: "Da habe ich noch keine Antworten."
In Tokio hatte Deutschland mit 10 Gold, 11 Silber und 16 Bronze den neunten Platz im Medaillenspiegel belegt und damit seinen Abwärtstrend fortgesetzt. Es war das schwächste Ergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung. In Rio 2016 war Deutschland mit 17 Gold, 10 Silber und 15 Bronze noch Fünfter geworden.
Man wolle den negativen Trend in Paris umkehren, betonte Tabor in Köln, räumte aber bezüglich der Leistungssportreform ein: "Wir haben Umsetzungsprobleme, machen noch nicht alles richtig."
Auch der deutsche Behindertensport hatte in Tokio mit Platz zwölf nach 13 Gold, 12 Silber und 18 Bronze historisch schwach abgeschnitten. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), hatte dies mit der Leistungsexplosion weltweit begründet. In Paris rechnet Beucher mit einer Teamgröße von 130 bis 150 Athletinnen und Athleten.
H.Seidel--BTB