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"Freifahrtsschein" beim "Mannschaftsabend": Bielefeld feiert
Der Bielefelder Torschütze Marius Wörl hat sich fast schon an magische Nächte im DFB-Pokal gewöhnt. "Wieder ein unbeschreiblicher Pokal-Abend", sagte der strahlende 20-Jährige, nachdem er mit seiner Arminia Werder Bremen im Viertelfinale durch ein 2:1 (2:0) ausgeschaltet hatte. Zuvor waren bereits Union Berlin und der SC Freiburg auf der Bielefelder Alm gescheitert.
Und wie feiert man den Einzug in die Vorschlussrunde? "Wir werden rausgehen, Mannschaftsabend machen", erklärte Wörl, der den DSC mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße gebracht hatte (35.). Hindern wollte Trainer Mitch Kniat, der seinem Team - anders als in der Liga - wieder eine Fünferkette verordnet hatte, seine Spieler nicht: "Heute haben sie auf jeden Fall einen Freifahrtschein. Es ist mir komplett egal, was sie machen".
Nach einer laut Kniat "wie gemalten" ersten Halbzeit, in der Julian Malatinis Eigentor (41.) den Bielefeldern zusätzlich in die Karten spielte, brachte der DSC den Sieg "durch Kampf", wie Louis Oppie es ausdrückte, ins Ziel. Trotz des Anschlusstreffers von Oliver Burke (56.) - und einem Lattentreffer von Amos Pieper in der Nachspielzeit, der die Zuschauer auf der Alm noch ein letztes Mal den Atem anhalten ließ.
Zuvor hatten die Fans ihr Team nach vorne gepeitscht und unentwegt an den dritten Sieg im DFB-Pokal in Serie gegen einen Bundesligisten geglaubt. Und die Alm blieb erneut uneinnehmbar: "Brutal" sei die Stimmung gewesen, die Choreo "unfassbar" - Wörl schwärmte von dem eigenen Anhang. Oppie sagte ebenfalls, dass die Fans ein "unfassbares Gefühl" vermitteln, sogar beim Aufwärmen.
Im Halbfinale wird der Drittligist erneut Heimrecht haben. Schafft es Bielefeld nach Berlin? "Als Drittligist wird es schwer. Aber träumen darf man", sagte Wörl.
F.Pavlenko--BTB