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Nach starkem Start: Altmaier gibt gegen de Minaur auf
Tennisprofi Daniel Altmaier hat bei den US Open die nächste Überraschung verpasst. Gegen den Weltranglisten-Achten Alex de Minaur (Australien) zeigte der 26-Jährige aus Kempen in Runde drei erneut eine starke kämpferische Leistung, musste der hohen Belastung seiner ersten Woche in New York aber Tribut zollen und gab beim Stand von 7:6 (9:7), 3:6, 4:6, 0:2 letztlich auf.
Die deutsche Nummer zwei hatte sowohl in der ersten Runde gegen den Serben Hamad Medjedovic als auch in Runde zwei gegen den früheren Grand-Slam-Finalisten Stefanos Tsitsipas über fünf Sätze gehen müssen und dabei insgesamt über neun Stunden auf dem Platz gestanden. Ganz anders de Minaur, der ohne Satzverlust und in nur knapp vier Stunden in Runde drei gestürmt war.
Zu Beginn hielt Altmaier, der das letzte direkte Duell im Februar in Rotterdam klar mit 1:6, 4:6 verloren hatte, jedoch sehr gut mit. Im Tiebreak lag er bereits mit 0:3 hinten, erkämpfte sich aber doch noch Satz eins. Danach übernahm der favorisierte Australier die Spielkontrolle, wirkte vor allem am Netz deutlich frischer.
Mitte des dritten Satzes musste sich Altmaier von einem Physio in den Katakomben behandeln lassen - und spielte anschließend mit einer Bandage am linken Oberschenkel deutlich risikofreudiger, um lange Ballwechsel zu vermeiden. Immer wieder hielt er sich später die rechte Schulter, biss auf die Zähne - ging nach exakt drei Stunden aber ans Netz und gab auf.
Altmaier verpasste damit eine Riesengelegenheit. Im Achtelfinale hätte in Qualifikant Leandro Riedi die Überraschung des Turniers auf ihn gewartet, de Minaur ist gegen den als Nummer 435 (!) angereisten Schweizer der klare Favorit auf den Einzug ins Viertelfinale. Altmaiers bestes Grand-Slam-Ergebnis dagegen bleibt weiter zweimal das Achtelfinale bei den French Open (2020, 2025).
B.Shevchenko--BTB