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Nächster Rückschlag für Straßer
Hoffnungsträger Linus Straßer hat einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele einen weiteren Rückschlag erlitten. Beim Weltcup-Slalom im Schweizer Adelboden schied der WM-Dritte im zweiten Durchgang aus und setzte damit seine Serie von schwachen Resultaten in dieser Saison fort. In den bisherigen sechs Slaloms fuhr er nur einmal unter die ersten zehn. Der Franzose Paco Rassat feierte vor rund 30.000 Skifans am Chuenisbärgli seinen zweiten Saisonsieg.
Straßer fährt seit Saisonbeginn mit neuem Material - und seitdem auch seiner Form hinterher. Seine Bilanz in diesem Winter ist ernüchternd. Seit er im November in Gurgl beim ersten Sieg von Rassaat Platz acht belegt hatte, brachte er nach einem Ausfall nur die Plätze 17 und 14 zustande. In Adelboden wählte er im ersten Durchgang unpassendes Material und riskierte dann beim Versuch, sich von Platz 16 zu verbessern, im Finale zu viel.
Das beste deutsche Resultat in auf dem Cheunisbärgli erzielte Fabian Gratz, der beim Sieg von Lokalmatador Marco Odermatt im Riesenslalom einen starken neunten Rang belegte. Der 28-Jährige hatte schon im Dezember beim Rennen in Alta Badia als Fünfter überzeugt.
Straßer war in Adelboden in den vergangenen fünf Jahren immerhin dreimal aufs Podest gefahren. Um für Olympia in Form zu kommen, bleiben ihm noch drei Rennen: Die Slalom-Klassiker in Wengen, Kitzbühel und Schladming - alles Orte, an denen er schon glänzte, vor zwei Jahren sogar mit einem Doppelsieg in Kitzbühel und Schladming.
Das beste deutsche Resultat des Wochenendes gelang Emma Aicher. Bei der Abfahrt in Zauchensee belegte sie Rang sechs - in Schlagweite des Podiums. Kira Weidle-Winkelmann wurde Zwölfte. Lindsey Vonn untermauerte mit ihrem zweiten Sieg in dieser Saison und dem 84. insgesamt ihrer Karriere ihre Favoritenstellung für die Olympischen Spiele. Der Super-G am Sonntag musste witterungsbedingt abgesagt werden.
E.Schubert--BTB