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NBA erwägt härtere Strafen für "Tanking"
Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA erwägt im Kampf gegen das sogenannte "Tanking", also das absichtliche Verlieren, härtere Sanktionen. "Sehen wir dieses Jahr ein Verhalten, das schlimmer ist als alles, was wir in jüngster Vergangenheit erlebt haben? Ja, das ist meine Meinung", sagte NBA-Commissioner Adam Silver am Rande des Allstar-Wochenendes in Los Angeles.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Liga wegen Verstößen gegen Richtlinien zur Einsatzsteuerung empfindliche Strafen gegen Utah Jazz (500.000 US-Dollar) und die Indiana Pacers (100.000 US-Dollar) verhängt. Oft setzen Teams beim "Tanking" ihre Starspieler auf die Bank, um Spiele absichtlich abzuschenken.
Auf die Frage, ob den Teams für "Tanking" künftig gar der Entzug von Draft-Picks blühen könnte, antwortete Silver, dass derzeit "über alle möglichen Maßnahmen diskutiert wird, um dieses Verhalten zu unterbinden". Nach Ansicht des 63-Jährigen würde das aktuelle Vorgehen "nicht funktionieren".
In der NBA erhalten die schlechtesten Mannschaften einer Saison die besten Chancen auf die größten Talente im darauffolgenden Draft. Bei der kommenden Ziehung im Sommer werden mit Darryn Peterson, AJ Dybantsa und Cameron Boozer gleich mehrere heiß begehrte College-Spieler in die NBA kommen.
J.Bergmann--BTB