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Kombinierer Rydzek nach Aufholjagd Fünfter - Oftebro vorn
Kombinierer Johannes Rydzek hat nach einer starken Aufholjagd nur knapp das Podest im finnischen Lahti verpasst. Der Routinier holte in seiner Lieblingsloipe zunächst fast 52 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf, eher er entkräftet wieder zurückfiel. Beim Erfolg des Dreifach-Olympiasiegers Jens Luraas Oftebro aus Norwegen wurde der Oberstdorfer schließlich Fünfter.
"Ich komme immer wieder gerne hierher, es ist immer so schön - und heute wieder", sagte Rydzek im ZDF. Der 34 Jahre alte Routinier hatte in Lahti 2011 seinen ersten Weltcupsieg geholt, bei der WM 2017 gewann er dort alle vier Goldmedaillen.
Der überragende Oftebro gewann vor seinem Bruder Einar Luraas und dem Lokalmatador Ilkka Herola (Finnland). Dem Österreicher Johannes Lamparter reichte Rang vier, um zum zweiten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen. Die übrigen Deutschen hatten sich auf der Schanze einen zu großen Rückstand eingehandelt, Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger wurde noch Achter.
Bei den Frauen verpasste Nathalie Armbruster nach der fünfwöchigen Olympia-Pause an gleicher Stelle ebenfalls das Podest. Die 20-Jährige kam nach einem schwachen Springen nicht über den sechsten Platz beim überraschenden Heimsieg der Finnin Minja Korhonen hinaus. Die Kombiniererinnen hatten nicht an den Winterspielen in Norditalien teilnehmen dürfen.
"Die Olympia-Pause hat wahnsinnig gezehrt, es waren doch so viele Termine. Ich habe an allen Fronten für unseren Sport gekämpft, das hat sehr viel Energie gekostet", sagte Armbruster: "Ich bin ein bisschen müde. Dann ist es auch für meinen Körper gut, wenn die Saison vorbei ist."
Sorgen gab es derweil um Wendelin Thannheimer. Der Team-Weltmeister verlor nach einem Flug auf 128,5 m das Gleichgewicht, knickte nach links weg und blieb etwa eine Minute im Auslauf liegen. Der 26-Jährige konnte anschließend zwar auf eigenen Füßen die Schanze verlassen, humpelte aber stark und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
G.Schulte--BTB