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Torhungrige DFB-Frauen dominieren Klassiker in Norwegen
Schöne Tore, starke Paraden: Die deutschen Fußballerinnen haben ihren ersten Härtetest auf dem Weg zum WM-Ticket mit Bravour bestanden. Den Klassiker auf Kunstrasen in Norwegen gewann das spielfreudige Team von Bundestrainer Christian Wück verdient mit 4:0 (3:0) und machte mit sechs Punkten einen großen Schritt Richtung Endrunde 2027 in Brasilien.
Elisa Senß (18.), Carlotta Wamser (45.+1), Vivien Endemann (45.+3) und Jule Brand (58.) festigten mit ihren Toren in Stavanger die Tabellenführung in der Qualifikations-Gruppe A4. Für ein Direkt-Ticket ist der Gruppensieg nötig, weiter geht es mit einem Doppelpack gegen das punktlose Österreich am 14./18. April in Nürnberg und Ried.
Vier Tage nach dem 5:0 gegen Slowenien veränderte Wück seine Startelf auf drei Positionen: Nicole Anyomi übernahm als Sturmspitze für Shekiera Martinez, in der Abwehr verdrängte Janina Minge ihre Wolfsburger Vereinskollegin Camilla Küver, im offensiven Mittelfeld baute Wück um: Die gegen Slowenien starke Linda Dallmann hatte zunächst das Nachsehen, Wamser kam für die rechte Seite, Brand rückte in die Mitte.
Wegen des ungewohnten Kunstrasens hatte Wück die Sinne geschärft, auch vor Norwegens Umschaltspiel und der Offensive um Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg war das deutsche Team gewarnt. Und doch dauerte es keine drei Minuten, ehe ein Fehlpass von Brand einen Konter einleitete, den die glänzend aufgelegte Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger aber entschärfte.
Die DFB-Elf antwortete beim munteren Schlagabtausch zu Beginn sogleich: Die Wolfsburgerin Endemann, Ersatz für die verletzte Klara Bühl, vergab zwei Chancen nacheinander - beim zweiten Schuss verhinderte der Pfosten die deutsche Führung (7.) im 43. Duell der früheren Olympiasieger, Welt- und Europameister.
Kurz nachdem Berger am Auge behandelt werden musste, bewies Senß Durchblick vor dem Tor: Nach einem Abpraller zog die Frankfurterin mit links wuchtig ab und bejubelte ihr viertes Länderspieltor. Doch nach einer halben Stunde ließen die Deutschen Norwegen besser ins Spiel kommen.
Mit einer Doppelparade bewahrte Berger (34.) das DFB-Team vor dem Ausgleich, nachdem Kapitänin Giulia Gwinn an der Strafraumgrenze ein Duell mit Signe Gaupset verloren hatte. Kurz vor dem Pausenpfiff drehte das DFB-Team wieder auf: Erst vollstreckte Wamser auf Vorarbeit von Endemann, dann belohnte sich Wirbelwind Endemann nach einem Steckpass von Anyomi.
Nach der Pause setzte Deutschland den schwungvollen Auftritt fort. Wenn es brenzlig wurde, war Berger zur Stelle, auf der Gegenseite schloss Brand einen Konter cool ab. Ab der 69. Minute durfte die für Minge eingewechselte Jella Veit (20) ihr Debüt geben.
D.Schneider--BTB