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IOC: 10.000 Dollar für alle Olympiasportler
10.000 Dollar für die Olympia-Teilnahme: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beteiligt erstmals in seiner 132-jährigen Geschichte Sportlerinnen und Sportler direkt an seinen Einnahmen. Bei der 146. Vollversammlung am Mittwoch in Lausanne wurde die überraschend vorgestellte Maßnahme beschlossen. Beantragen können den sogenannten "Fit for the Future Olympian Grant" bereits Sportler, die in diesem Jahr an den Winterspielen von Mailand/Cortina d'Ampezzo teilgenommen haben.
Dieser Zuschuss solle die sportliche Laufbahn oder den Übergang in die berufliche Karriere nach dem Sport unterstützen, erklärte das IOC. Hierfür wurde ein Fonds mit einem Volumen von 140 Millionen US-Dollar pro Olympiade eingerichtet. Das gab der Spanier Pau Gasol, Vorsitzender der IOC-Athletenkommission und ehemaliger Weltklasse-Basketballer, bekannt.
Die Simbabwerin Coventry (42), zweimalige Schwimm-Olympiasiegerin, hatte sich im Vorfeld abwehrend zur finanziellen Beteiligung von Athletinnen und Athleten geäußert. Am Mittwoch sagte sie: "Das ist schon seit vielen Jahren ein Gesprächsthema, und ich bin außerordentlich stolz darauf, dass wir dies nun umsetzen können."
"Es ist kein Preisgeld", betonte Gasol: "Es geht darum, den Weg und den Einsatz zu würdigen, die nötig sind, um Olympionike zu werden."
Alle Olympioniken sind anspruchsberechtigt, sofern sie nicht gegen Anti-Doping-Bestimmungen, den Ethikkodex des IOC, die Teilnahmebedingungen oder die Olympische Charta verstoßen haben, stellte das IOC klar. Die Ringe-Organisation werde nun "das Antrags- und Auszahlungsverfahren für den Zuschuss ausarbeiten". Ziel sei, das Antragsverfahren für Mailand/Cortina 2026 Ende dieses Jahres zu eröffnen, sodass die ersten Zahlungen im Jahr 2027 erfolgen können.
H.Seidel--BTB