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Nach Tour-Sturz: Lipowitz vor Comeback
Radprofi Florian Lipowitz gibt rund sieben Wochen nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France sein Comeback. Wie sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe am Mittwoch bekannt gab, soll der 25-Jährige am 9. September beim Giro della Toscana in Italien an den Start gehen.
"Ich freue mich vor allem darauf, wieder eine Startnummer anzuziehen und Rennen zu fahren", sagte Lipowitz, der bei der Tour auf der 16. Etappe im Einzelzeitfahren gestürzt war und das Rennen daraufhin aufgegeben hatte. Der Vorjahres-Dritte der Frankreich-Rundfahrt hatte sich das Schlüsselbein gebrochen und musste operiert werden.
Das Rennen in Italien sei dementsprechend vor allem als Standortbestimmung gedacht. "Nach sieben Wochen ohne Wettkampf kann ich noch nicht genau wissen, wo ich stehe. Genau das wollen wir herausfinden", sagte Lipowitz: "Für mich geht es bei diesen ersten Rennen nicht um ein Ergebnis. Ich möchte sehen, wie mein Körper auf die Rennbelastung reagiert, wieder in den Rhythmus kommen und dann gemeinsam mit dem Team entscheiden, was in dieser Saison noch möglich ist".
Mit der Coppa Sabatini (10. September), dem Memorial Marco Pantani (12. September) und der Trofeo Matteotti (13. September) stünden drei weitere italienische Eintagesrennen als Optionen im Kalender. Direkt im Anschluss wolle man auch mit Blick auf mögliche Ziele über die weitere Saisonplanung entscheiden, also auch über eine Teilnahme an der WM im kanadischen Montreal Ende September.
"Natürlich ist die WM ein Rennen, das mich reizt. Aber für mich ist auch klar: Wenn die Form nicht stimmt, möchte ich keinem anderen Fahrer einen Startplatz wegnehmen", sagte Lipowitz: "Wir haben viele starke deutsche Fahrer, denen der Kurs in Montreal liegt. Deshalb will ich die ersten Rennen abwarten und ehrlich schauen, wo ich stehe. Wenn die Form passt, würde ich sehr gerne zur WM fahren – aber da mache ich mir jetzt gar kein Druck."
M.Furrer--BTB