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Medien: DFB will Kompass-Modell durchsetzen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Regionalliga-Reform offenbar zur Chefsache erklärt. Wie Bild und kicker am Mittwoch berichteten, will der Dachverband auf seinem im Herbst stattfindenden Bundestag das Kompass-Modell beschließen und damit die festgefahrene Causa klären. Auf SID-Anfrage erklärte der DFB, man strebe eine "zeitnahe Lösung des Problems" an, zunächst werde Präsident Bernd Neuendorf aber "interne Gespräche" führen.
Gemäß des Kompass-Modells würden alle Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen. Beim Ja der Delegierten käme es jedoch zu einer Verringerung der Zahl der Regionalligen von fünf auf vier Staffeln.
Derzeit verfügen lediglich die Meister der Regionalligen West und Südwest über ein automatisches Aufstiegsrecht. Die Titelträger der Staffeln Nord, Nordost und Bayern stellen im Rotationsverfahren einen weiteren Direktaufsteiger, während die beiden übrigen Meister in Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger ermitteln.
Nach dem Kompass-Modell sollen die Vereine mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz flexibel nach geografischen Kriterien auf die vier Regionalligen Nord, Ost, West und Süd verteilt werden. Ziel ist eine möglichst ausgewogene und regionale Zuordnung der Klubs, Derbys sollen weiter stattfinden.
Besonders groß war der Frust über das bestehende System zuletzt bei Lok Leipzig. Der sächsische Traditionsverein wurde seit 2020 dreimal Nordost-Meister, verlor aber jeweils in den Aufstiegsspielen.
Ende Juni war ein Reformversuch krachend gescheitert. Während im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5) und Nordosten (76,3) die Klub-Verantwortlichen das Kompassmodell favorisierten, stimmten im Südwesten 93,1 Prozent für das Regionenmodell, nach dem zwei Staffeln aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern gebildet würden. In Bayern sprachen sich 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.
Die Problematik besteht, seit 2012 die Regionalligen auf fünf Staffeln erweitert wurden.
M.Ouellet--BTB