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Erste Saisontreffer - doch auch Kane schwärmt vom "Wundertor"
Harry Kane geriet ins Schwärmen. Doch es waren weniger seine ersten beiden Pflichtspieltore in der noch jungen Saison oder der letztlich souveräne Einzug in die zweite Pokalrunde, die den Münchner Torgaranten so begeistert hatten. Es war vielmehr eine Szene, die aus Sicht des FC Bayern beim 4:1 (2:1) beim VfL Osnabrück ein kleiner Schönheitsfehler war.
"Es war eines von diesen Wundertoren", sagte Kane in der ARD über den Wahnsinns-Treffer von Robin Meißner (5.) zur Führung des krassen Außenseiters, "aus 30 Metern in den Winkel, unglaublich. Ein großartiger Moment für ihn, so ein Tor zu schießen gegen Bayern München - daran wird er sich und werden sich die Fans hier erinnern. Hut ab!"
Und den zog Doppelpacker Kane auch vor seinen Kollegen. "Diese Spiele sind nie einfach, die Atmosphäre und das Publikum waren wirklich gut, man muss diszipliniert sein, mental bereit, besonders nach so einem Traumtor." Einen Makel aber sah er dann doch: "Wir hätten früher ein paar Tore mehr schießen können..."
Torgarant Kane (18./86., Foulelfmeter), Tom Bischof (24.) und Michael Olise (73.) drehten die Partie aber noch rechtzeitig. Neben Meißners Hammertor war vor allem Kane Gesprächsthema - nicht nur, weil er in seinem siebten Pokalspiel in Folge traf, was für die Bayern bisher nur Gerd Müller (1967 bis 1968) und Thomas Müller (2013 bis 2014) geglückt war.
"Es ist ein Genuss, ihm zuzusehen", schwärmte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger und betonte: "Wenn er funktioniert, funktioniert auch Bayern München. Er lässt sich fallen, hilft bei der Spielgestaltung - ein unfassbarer Spieler, intelligent, immer da, hat eine unglaubliche Quote. Deshalb hoffe ich, dass er bleibt."
Bleibt er? "Man kann sehen, dass er glücklich ist", sagte Trainer Vincent Kompany über den Engländer, dessen Vertrag ausläuft, "alles andere behandeln wir mit Respekt. Die Parteien reden miteinander, und dann schauen wir mal." Alles andere als eine baldige Verkündung wäre aber eine dicke Überraschung.
Wie der Osnabrücker Führungstreffer. "Das erste Tor war Wahnsinn", sagte Kompany, und Torschütze Meißner kündigte schmunzelnd an, dass er sich "vielleicht" ein Foto davon zu Hause aufhängen werde, "wenn meine Freundin es erlaubt. Es war schon sehr schön, aber wenn man 4:1 verliert, ist man enttäuscht, das überwiegt."
R.Adler--BTB