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Künstliche Intelligenz: Bertelsmann und OpenAI arbeiten zusammen
Der Medienkonzern Bertelsmann hat eine Zusammenarbeit mit dem US-KI-Unternehmen OpenAI angekündigt. Gemeinsam wollen die beiden Firmen "den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in den Branchen Medien, Dienstleistungen und Bildung ausweiten und beschleunigen" und dabei unter anderem die generative KI ChatGPT nutzen, wie Bertelsmann in Gütersloh am Mittwoch mitteilte. Auch Journalistinnen und Journalisten sollen durch OpenAI-Anwendungen bei ihrer Arbeit unterstützt werden.
Beide Unternehmen vereinbarten eine strategische Zusammenarbeit. Zu Bertelsmann gehören unter anderem die RTL-Gruppe und die Verlagsgruppe Penguin Random House. KI-Anwendungen sollen den Angaben nach "bestehende Prozesse im Arbeitsalltag effizienter gestalten" und bei der Erstellung von Video-, Audio-, und Textinhalten unterstützen.
"Wir wissen, dass KI ein enormes Potenzial hat, um Innovationen, Effizienz und Kreativität in allen Teilen unseres Unternehmens voranzutreiben", erklärte Bertelsmann-Finanzvorstand Rolf Hellermann. Bei RTL Deutschland sollen Journalistinnen und Journalisten mit der Technologie arbeiten. Zu möglichen Auswirkungen auf Jobs im Unternehmen und den finanziellen Umfang der Kooperation äußerte sich Bertelsmann nicht.
OpenAI hatte in den vergangenen Jahren bereits Abkommen mit einer Reihe von Medienunternehmen unterzeichnet. In Deutschland hat OpenAI Zugriff auf die Inhalte des Axel-Springer-Verlags, in dem unter anderem die "Bild"-Zeitung und die "Welt" erscheinen. Anders als der Axel-Springer-Verlag erhält Bertelsmann für die Zusammenarbeit kein Geld, dafür hat OpenAI aber auch keinen Zugriff auf die Archive des Medienkonzerns.
Bertelsmann beschäftigt eigenen Angaben zufolge 80.000 Menschen weltweit und ist in 50 Ländern aktiv. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Konzern einen Umsatz von 20,2 Milliarden Euro.
E.Schubert--BTB