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Equinor schreibt wegen Problemen bei US-Windparkprojekt fast eine Milliarde Dollar ab
Der norwegische Energiekonzern Equinor hat wegen Problemen mit einem riesigen Offshore-Windparkprojekt vor der Küste New Yorks fast eine Milliarde Dollar abgeschrieben. Das Projekt Empire Wind werde fortgesetzt, doch wegen regulatorischer Änderungen und der US-Zollpolitik sei in den Quartalszahlen eine Wertminderung um 955 Millionen Dollar (814 Millionen Euro) vermerkt worden, erklärte Equinor-Chef Anders Opedal am Mittwoch. Das wirkte sich auf den Konzerngewinn aus, der im zweiten Quartal um 29 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar absackte.
Das Projekt Empire Wind sieht in einer ersten Phase den Bau von 54 Windkraftanlagen 24 bis 48 Kilometer südöstlich der Insel Long Island vor. Im vergangenen Jahr waren die Arbeiten angelaufen. Ab 2027 soll der Windpark den New Yorker Stadtteil Brooklyn mit 810 Megawatt Strom versorgen.
Die US-Regierung von Donald Trump hatte jedoch im April einen Baustopp verhängt und eine Überprüfung der Genehmigungen für das Projekt angeordnet. Innenminister Doug Burgum argumentierte, dass die Vorgängerregierung von Präsident Joe Biden die Genehmigungen für das Projekt überstürzt und ohne "ausreichende Analyse" erteilt habe.
Im Mai nahmen die US-Behörden den Baustopp wieder zurück. Zwischenzeitlich war Norwegens Finanzminister, der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, zu Gesprächen mit Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hasset nach Washington gereist.
US-Präsident Donald Trump gilt als Windkraftgegner. Kurz nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus für eine zweite Amtszeit im Januar unterzeichnete Trump eine Reihe von Dekreten, die den Windenergiesektor in den USA weitgehend zum Stillstand brachten. Unter anderem wurden Genehmigungen für Windenergieprojekte und Darlehen eingefroren.
G.Schulte--BTB