-
Ex-"Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe mit 66 Jahren gestorben
-
"TMZ": "Rocky Horror Picture Show"-Star Tim Curry mit 80 Jahren gestorben
-
Mit Herz und Ständchen: Auch die Royals würdigen verstorbene Dolly Parton
-
Bill Gates fordert Roboter-Steuer und andere Auflagen für KI
-
Ungarischer Autor und Holocaust-Überlebender Peter Nadas mit 83 Jahren gestorben
-
Zwei Tote nach Infektionen mit Malaria an Frankfurter Flughafen
-
Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD baut Vorsprung in Umfrage weiter aus
-
Mehr als 90 Tote bei Überschwemmungen in Nepal - Hunderte Touristen vermisst
-
Vuelta: Brennan gewinnt fünfte Etappe
-
Trump-Regierung droht mit Abriss des Kennedy Center in Washington
-
Medien: Harry und Meghan sind mit ihren Kinder nach Großbritannien zurückgekehrt
-
BSW in Thüringen stellt klar: Fraktion stimmt gegen Misstrauensvotum von AfD
-
Mehr und günstigere Fernwärme: Gesetzespaket soll Versorgern und Verbrauchern helfen
-
Jugendtrainer in Bayern soll mindestens zwei Kinder missbraucht haben
-
Social-Media-Sucht: Instagram und Facebook führen Zeitsperren für Teenager ein
-
Epstein-Affäre: Frankreich wegen verzögerter Ermittlungen verklagt
-
Selenskyj besucht ukrainische Soldaten an der Front
-
Social-Media-Sucht: Meta zahlt Bundesstaaten in Vergleich 16 Milliarden Dollar
-
Menschenverachtende Posts: Universitätsklinikum Rostock stellt Oberarzt frei
-
Silvesterrakete in Berliner Wohnung geschossen: Neue Verhandlung gegen Influencer
-
Iran bezeichnet US-Wirtschaftsdruck als wirkungslos - weitere Gespräche zu Hormus
-
Mehr und günstigere Fernwärme: Bundeskabinett verabschiedet Gesetz
-
Merz hält an Aus für "Rente mit 63" fest - Kabinett beendet Klausur
-
Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst
-
Mann soll Ehefrau in Rheinland-Pfalz in Auto getötet haben - Anklage
-
Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen
-
Trauer um Country-Ikone Dolly Parton eint Menschen in den USA
-
Frau vor Augen von Sohn ermordet: Berliner Urteil gegen Ehemann rechtskräftig
-
Professorin will Mäuse aneinander nähen: Kölner Gericht bestätigt Verbot
-
Medien: Prinz Harry mit Familie nach Großbritannien heimgekehrt
-
VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich
-
FIFA-Machtkampf: Boykott-Drohung der UEFA wohl vom Tisch
-
Sächsischer Munitionsskandal: Vorwürfe gegen Schießtrainer werden neu geprüft
-
Klingbeil: Kabinett wird Reform der Einkommensteuer kommende Woche beschließen
-
Merz will an Abschaffung von "Rente mit 63" festhalten
-
Behörden: Nach Überschwemmungen in Nepal 384 Touristen vermisst
-
Verwirrung um Zuckersteuer: Doch keine Abgabe auf Getränke mit Süßstoff
-
Kreml: CIA-Chef Ratcliffe bei Moskau-Besuch in Kontakt mit russischen Geheimdiensten
-
Merz sieht Verantwortung für Hitzeschutz bei Ländern: Es mangelt nicht an Geld
-
Hoeneß bestätigt: Undav neuer VfB-Kapitän
-
Angriffe auf deutsche Wirtschaft: Spur führt häufiger zu ausländischen Geheimdiensten
-
Urteil: Kleingärtnerin muss Parzelle wegen illegalen Schuppens zurückgeben
-
Ausnahmeregeln für Käseproduzenten in Frankreich wegen Dürre
-
FC Bayern: Palhinha wechselt zu Benfica
-
Flugbegleiterin in Frankreich: Brustkrebs als Berufskrankheit anerkannt
-
Für 100 Millionen Euro: ManCity verpflichtet Jungstar Bouaddi
-
14 Säuglinge sterben bei Brand auf Entbindungsstation in Pakistan
-
Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
-
Schwesig will nicht SPD-Chefin werden - Rückendeckung für Bas und Klingbeil
-
Datenschützer gehten wegen "Schattendatenbank" gegen Schufa vor
Magdeburg bekommt keine Chip-Fabrik - Intel gibt Pläne auf
Das Projekt einer großen neuen Chip-Fabrik in Magdeburg ist endgültig gescheitert. Der kriselnde US-Chiphersteller Intel erklärte am Donnerstagabend bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen, den Bau aufzugeben. Sachsen-Anhalts Minister Präsident Reiner Haseloff (CDU) sprach von einem "schmerzlichen Tag". Geklärt werden muss nun, was mit dem riesigen Gelände passiert, das für den Fabrikkomplex vorgesehen war.
Intel werde "nicht mehr mit geplanten Projekten in Deutschland und Polen fortfahren", erklärte das Unternehmen. Der US-Konzern meldete für das zweite Quartal erneut einen Milliardenverlust. Wegen der schwierigen Lage war der Bau der Fabrik in Sachsen-Anhalt bereits im vergangenen Herbst auf Eis gelegt worden.
Es sei gut, "dass jetzt Klarheit herrscht", erklärte Ministerpräsident Haseloff. In Magdeburg bleibe der Fokus "auf Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen". Die Entwicklung des für die Intel-Fabrik geplanten Gebietes werde fortgesetzt, es gebe "Anfragen namhafter Unternehmen".
Den ursprünglichen Plänen zufolge wollte Intel 30 Milliarden Euro in den Bau des Produktionskomplexes investieren. Der Bund hatte Subventionen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Es müsse nun rasch geklärt werden, was mit dem Gelände geschieht, erklärte der AfD-Landtagsabgeordnete Matthias Liescke. Er forderte zudem Aufklärung in der Frage, ob im Fall Intel Steuergelder verschwendet wurden.
Der Linken-Landtagsabgeordnete Thomas Lippmann warf der Landesregierung vor, "alles auf eine Karte" gesetzt zu haben. "Etliche Millionen Euro sind aus dem Landeshaushalt für Vorleistungen in die Erschließung des Intel-Geländes geflossen". Das Land müsse nun "wieder zurück in staatliche Hand".
Der Grünen-Landtagsabgeordnete Olaf Meister will den Blick nach vorne richten. "Jetzt ist der Weg frei für neue Ideen und Überlegungen zur Nutzung des Standorts", erklärte er. Er forderte, den Kurs von Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) fortzusetzen und zukunftsorientierte Großinvestitionen im Technologiebereich zu fördern.
Die IG Metall warnte, die Intel-Absage dürfe nicht dazu führen, dass die industriepolitischen Ambitionen für Sachsen-Anhalt oder den Bundesstandort als Ganzes infrage gestellt werden. Auf das bisher Geleistete - "von verfügbaren Flächen über Verkehrsanbindung bis hin zur Qualifizierung von bestehenden und kommenden Fachkräften" - lasse sich aufbauen.
Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, begrüßte die Ansage von Intel dagegen, weil der Staat so zehn Milliarden Euro spare. Für die Region sei dies ein Rückschlag, aber industriepolitisch sei das Projekt ohnehin nicht sinnvoll gewesen, sagte er den Sendern RTL und ntv. "Da sollten Halbleiter hergestellt werden, die von der deutschen Industrie jedenfalls nicht so sehr gebraucht werden."
Intel hatte lange den Halbleitermarkt dominiert, kämpft aber bereits seit Jahren mit Problemen. Mittlerweile sind andere Firmen, darunter TSMC aus Taiwan führend in der Branche, überrascht wurde Intel von der Entwicklung bei Chips für Künstliche Intelligenz (KI).
Für das zweite Quartal gab der Konzern einen Verlust von 2,9 Milliarden Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) bekannt. Auch die Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump wirkte sich demnach negativ aus. Neben dem Stopp seiner Projekte in Deutschland und Polen werde sich auch ein Bauprojekt im US-Bundesstaat Ohio verzögern, hieß es.
Der in Malaysia geborene Tech-Veteran und ehemalige Chef des Software-Unternehmens Cadence Design Systems, Lip-Bu Tan, hatte im März die Leitung von Intel übernommen und massive Stellenstreichungen angekündigt. 15 Prozent aller bisherigen Arbeitsplätze seien bereits abgebaut, teilte der Konzern nun mit. Bis Ende Juni schrumpfte die Zahl der Jobs von 125.000 auf 101.000, Ziel bis Ende des Jahres sind 75.000 Stellen.
G.Schulte--BTB