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"Financial Times": China verbietet Unternehmen Kauf von Nvidia-Chips
Im Handelskampf mit den USA verbietet China großen Unternehmen laut Bericht der "Financial Times" nun den Kauf von Chips des US-Herstellers Nvidia. Unternehmenschef Jensen Huang sagte am Mittwoch in London, er sei "enttäuscht" über das, was er sehe. "Wir können nur einem Markt dienen, wenn das Land es von uns will", sagte er.
Die "Financial Times" berichtete am Mittwoch, die chinesische Cybersicherheitsbehörde habe große Unternehmen im Land angewiesen, alle Pläne für Tests und Käufe bestimmter Nvidia-Chips zu beenden. Demnach geht es um den sogenannten RTX Pro 6000D-Chip, den Nvidia speziell für den chinesischen Markt entwickelt hat. Unter den betroffenen Unternehmen sind demnach Alibaba oder die Tiktok-Mutter Bytedance.
Nvidia ist mit Abstand der größte Hersteller sogenannter GPU-Chips (Grafikkarten), die als unverzichtbar für die Entwicklung generativer KI gelten. Die US-Regierung versucht, mit Ausfuhrbeschränkungen den Vorsprung in diesem Sektor zu halten und China daran zu hindern, bestimmte militärische Anwendungen zu entwickeln.
Nvidia hatte mehrere Modelle mit der fortschrittlichen Blackwell-Technologie speziell für China entwickelt, deren Export aber nach und nach verboten wurde. Nur der RTX Pro 6000D war übrig geblieben.
China auf der anderen Seite hatte Anfang September bereits die Unternehmen des Landes aufgerufen, ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern. Kurz darauf erklärte die Wettbewerbsbehörde, Nvidia habe gegen das Anti-Monopol-Gesetz der Volksrepublik verstoßen. Einzelheiten nannte die Behörde nicht, Nvidia widersprach.
China versuche, zusätzlichen Druck auf die USA auszuüben, um günstigere Handelsbedingungen zu erhalten, erklärte am Mittwoch Analyst Sam Stovall. "Wenn es zu einer Einigung kommt, werden die Beschränkungen für Nvidia aufgehoben." China und die USA verhandeln derzeit über gegenseitige Zölle. Die Frist läuft aktuell bis 10. November.
N.Fournier--BTB