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Nato kauft nach Ausstieg der USA doch keine Aufklärungsflugzeuge bei Boeing
Die Nato-Mitgliedstaaten werden nach dem Rückzug Washingtons aus der Finanzierung - anders als 2023 beschlossen - keine Aufklärungsflugzeuge des US-Herstellers Boeing zur Modernisierung der alternden Flotte des Verteidigungsbündnisses kaufen. Das niederländische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, ein Konsortium aus sechs Nato-Ländern hätte entscheiden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, nachdem die USA im Juli ihre Beteiligung an der Finanzierung der Flotte beendet hatten.
"Der Rückzug der USA zeigt, wie wichtig es ist, so viel wie möglich in die europäische Industrie zu investieren", sagte der niederländische Vize-Verteidigungsminister Gijs Tuinman.
2023 hatte die Nato die Beschaffung von sechs Boeing-Maschinen vom Typ E-7 Wedgetails angekündigt, um ihre Fähigkeiten angesichts der Bedrohung durch Russland zu stärken. Die derzeitige Flotte der Überwachungsflugzeuge vom Typ AWACS der Nato wird 2035 außer Dienst gestellt.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte am Donnerstag erklärt, er werde "alles dafür tun", sicherzustellen, dass mit Blick auf eine neue Flotte schnell eine Entscheidung getroffen werde. Die AWACS-Flotte ist in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen stationiert.
kbh/gav
L.Janezki--BTB