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Importabhängigkeit bei Seltenen Erden aus China etwas zurückgegangen
Deutschland hat im vergangenen Jahr seine Abhängigkeit von China bei der Lieferung Seltener Erden etwas reduziert - die Menge ist aber weiterhin sehr hoch. 2025 bezog Deutschland 55,4 Prozent seiner Importe Seltener Erden aus China - 2024 waren es noch 65,4 Prozent gewesen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das zweitwichtigte Lieferland war demnach Österreich mit einem Anteil von 20 Prozent.
Seltene Erden sind wichtige Rohstoffe für die Herstellung vieler Hochtechnologieprodukte wie Akkus, Halbleiter oder Magnete für Elektromotoren. Deutschland importierte im vergangenen Jahr 5500 Tonnen im Wert von 77,6 Millionen Euro, wie das Statistikamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das waren 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Allerdings lag die Menge 2025 unter dem Höchststand der vergangenen zehn Jahre: 2018 importierte Deutschland noch 9700 Tonnen Seltene Erden aus dem Ausland. In Österreich und Estland - von wo im Jahr 2025 rund elf Prozent der Importe kamen - werden Seltene Erden verarbeitet. Die ursprüngliche Herkunft der Metalle sei "statistisch nicht nachweisbar".
Die Europäische Union importierte laut Statistik im vergangenen Jahr 15.100 Tonnen Seltene Erden im Wert von knapp 125 Millionen Euro - knapp 47 Prozent kamen aus China. Zweitwichtigster Lieferant auf EU-Ebene war demnach Russland, gefolgt von Malaysia.
Die EU will bis 2030 ihre Versorgung mit wichtigen Rohstoffen wie Seltenen Erden zu zehn Prozent aus eigener Förderung decken, 40 Prozent sollen in der EU verarbeitet sein. Davon ist die Industrie nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofs jedoch noch weit entfernt.
China steht für rund 60 Prozent der weltweiten Produktion der Seltenen Erden und kontrolliert den Weltmarkt zudem mit seiner Dominanz bei der Verarbeitung. Viele andere Länder, in denen die Metalle gefördert werden, exportieren sie zur Weiterverarbeitung nach China.
D.Schneider--BTB