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Wohnkosten belasten Studierende deutlich stärker als die Gesamtbevölkerung
Für Studierende stellen die Wohnkosten eine deutlich größere Belastung als für die Gesamtbevölkerung dar. Gemessen am verfügbaren Haushaltseinkommen seien die Wohnkosten für Studierende mit eigener Haushaltsführung "mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung", teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Während der Anteil der Wohnkosten am Einkommen für die Gesamtbevölkerung demnach im Schnitt bei 24 Prozent liegt, sind es bei Studierenden 54 Prozent.
Damit gelten auch deutlich mehr Studentinnen und Studenten als "durch Wohnkosten überlastet", wie das Bundesamt ausführte. Dies trifft demnach zu, wenn die Wohnkosten selbst nach Abzug von wohnungsbezogenen Transferleistungen noch bei mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens liegen. Im vergangenen Jahr traf dies in Deutschland laut Statistik auf 65 Prozent der Studierenden mit eigener Haushaltsführung zu - in der Gesamtbevölkerung waren es elf Prozent der Haushalte.
Grundsätzlich verfügen dem Bundesamt zufolge viele Studierende über ein nur geringes Einkommen: "Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügte zuletzt über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro pro Monat", erklärten die Statistiker. Dies liege auch daran, "dass sie sich in einer Lebensphase befinden, in der sie in ihre Ausbildung und somit in ihr späteres Berufsleben investieren".
Große Teile ihrer Einkünfte haben Studierende demnach aus eigener Erwerbstätigkeit. Laut Statistik bezogen Studierende mit eigener Haushaltsführung im Schnitt 45 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbseinkommen. 29 Prozent machte private Unterstützung aus, wozu etwa Unterhaltszahlungen von Angehörigen zählen. 14 Prozent der Einkünfte waren Bafög-Leistungen oder Stipendien und 12 Prozent sonstige Einkünfte wie etwa Kindergeld oder Hinterbliebenenrente.
E.Schubert--BTB