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Widerstandsfähiger als erwartet: DIW-Forscher heben Wachstumsprognose an
Angesichts eines unerwartet kräftigen Außenhandels rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem deutlich robusteren Wachstum als bislang angenommen. "Die deutsche Wirtschaft hat sich im laufenden Jahr widerstandsfähiger gezeigt als noch im Frühsommer erwartet", erklärte das DIW am Mittwoch in Berlin. Demnach wird für 2026 nun ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert - noch im Juni hatte das Institut seine Vorhersage auf 0,5 Prozent heruntergeschraubt.
Ausschlaggebend für die Aufwärtsrevision waren laut DIW "vor allem der im Frühsommer unerwartet kräftige Außenhandel und dass der Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs geringer ausfiel als zunächst befürchtet". Wachstumstreiber bleiben demnach zudem die Investitionen des Staates, vor allem in Form des Sondervermögens für Klimaschutz und Infrastruktur und der Verteidigungsausgaben.
Dämpfend auf die Konjunktur wirken sich dem Forschungsinstitut zufolge hingegen "hohe Gaspreise, strukturelle Probleme der Industrie und die schwache private Binnennachfrage" aus. Für 2027 rechnet das DIW in seiner Herbst-Konjunkturprognose mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent, für 2028 mit 0,7 Prozent.
C.Kovalenko--BTB