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Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch
Der Benzinpreis an den deutschen Tankstellen hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro, wie der ADAC in München am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen.
Der Automobilclub verweist darauf, dass es sich um einen nominellen Preisrekord handelt. Bereinigt um die allgemeinen Preissteigerungen war Benzin demnach in der Vergangenheit auch schon teurer, etwa im Jahr 2012.
"Nominelle Preisrekorde spiegeln nicht wider, wie viel Prozent ihres Einkommens die Menschen für Energie, Lebensmittel etc. tatsächlich ausgeben müssen", erklärte der Club. "Denn es steigen sowohl Preise als auch Gehälter."
Dennoch hält der ADAC den derzeitigen Benzinpreis für zu hoch, "weil der Ölpreis deutlich unter den Höchstständen aus dem Frühjahr liegt". Der Branchenverband Fuels and Energy verweist darauf, dass die Tankstellenpreise nicht direkt vom Ölpreis abhängen, "sondern von den internationalen Produktpreisen für Benzin und Diesel. Und diese sind aufgrund großer Knappheiten seit Beginn des Nahostkonflikts deutlich stärker gestiegen als der Ölpreis."
Der ADAC hält dagegen, dass die Rahmenbedingungen "die Dimension des Preisanstiegs insbesondere seit April" dennoch nicht rechtfertigten. "So haben wir bei ähnlichem Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs in der Vergangenheit deutlich niedrigere Spritpreise verzeichnet."
S.Keller--BTB