Berliner TageBlatt - Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet

Börse
Goldpreis 0.12% 1946.1 $
TecDAX 1.3% 3228.18
Euro STOXX 50 1.56% 4337.5
SDAX 1.01% 13345.54
MDAX 0.76% 26991.28
DAX 1.19% 15983.97
EUR/USD 0% 1.0731 $
Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet
Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet / Foto: © AFP

Weitere Besserungen am Arbeitsmarkt erwartet

Der Arbeitsmarkt dürfte sich in nächster Zeit weiterhin gut entwickeln. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg im März den fünften Monat infolge an, wie das Nürnberger Institut am Mittwoch mitteilte. "Der Arbeitsmarkt zieht weiter an, die Wirtschaft lässt die Energiekrise Schritt für Schritt hinter sich", erklärte der IAB-Forscher Enzo Weber.

Textgröße:

Der Frühindikator zur Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit lag demnach im März bei 103,4 Punkten - 0,3 Punkte höher als im Februar und klar über der neutralen Marke von 100. Besonders die Beschäftigungskomponente stieg deutlich um 0,6 Punkte auf 105,5 "und zeigt ein deutliches Wachstum der Beschäftigung an", wie das IAB erklärte.

Die Prognose zur Arbeitslosigkeit sei hingegen unverändert bei 101,3 Punkten geblieben. "Damit liegt sie im positiven Bereich, im Vergleich zur Beschäftigung aber deutlich schwächer." Die Forscher nennen als Grund vor allem die vielen Geflüchteten aus der Ukraine, die zwar grundsätzlich die Beschäftigung in Deutschland erhöhen, kurzfristig aber auch zur Arbeitslosigkeit beitragen.

Außerdem habe die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. "In der Coronakrise hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich erhöht und seit 2021 geht sie trotz hohen Arbeitskräftebedarfs nur langsam zurück", erklärte Weber.

Auch der europäische Arbeitsmarkt entwickelt sich laut IAB weiter gut: Das European Labour Market Barometer verzeichnete den dritten Anstieg in Folge. Mit einem Zuwachs von 1,0 Punkten entwickelte es sich dynamischer als das deutsche, mit 101,8 Punkten liegt es aber weiterhin klar darunter. "Die Arbeitsmärkte in Europa rappeln sich ebenso aus der Energiekrise", erklärte Weber. Insbesondere in den östlichen Ländern gebe es gute Entwicklungen.

K.Brown--BTB