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Gericht weist Einsprüche gegen vorläufige Haftentlassung von Dani Alves zurück
Der in Spanien wegen Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte brasilianische Ex-Fußballstar Dani Alves bleibt nach der Zahlung einer hohen Kaution auf freiem Fuß. Ein Gericht in Barcelona wies den Einspruch der Staatsanwaltschaft und der Nebenklägerin gegen die vorläufige Haftentlassung des 40-Jährigen am Mittwoch ab.
Alves war am 25. März aus einem Gefängnis 40 Kilometer nordwestlich von Barcelona entlassen worden, nachdem er fünf Tage nach einer entsprechenden Gerichtsentscheidung die geforderte Kaution in Höhe von einer Million Euro aufgebracht hatte.
Alves' Freilassung war vielfach auf Kritik gestoßen. Die Anwältin des Vergewaltigungsopfers nannte die Entscheidung einen "Skandal" und sprach von "Justiz für Reiche". Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva erklärte: "Das Geld, das Daniel Alves besitzt, das Geld, das jemand ihm leihen könnte, kann nicht das Vergehen eines Mannes gegen eine Frau wiedergutmachen, die er vergewaltigt hat."
Alves, der früher bei Top-Vereinen wie dem FC Barcelona, Juventus Turin und Paris Saint-Germain gespielt hatte, war im Februar für schuldig befunden worden, im Jahr 2022 eine junge Frau in einer Diskothek in Barcelona vergewaltigt zu haben. Zusätzlich zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren wurde er zu weiteren fünf Jahren auf Bewährung sowie einer Entschädigungszahlung von 150.000 Euro an das Opfer verurteilt.
Alves beteuert, es habe sich um einvernehmlichen Sex gehandelt. Seine Anwälte legten Berufung gegen das Urteil ein und beantragten seine vorläufige Freilassung.
M.Ouellet--BTB