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Brand an Bahnstrecke bei Hannover: Polizei schließt Anschlag nicht aus
Nach dem Brand eines Schaltkastens der Bahn bei Hannover geht die Polizei von Brandstiftung aus und hält einen politischen Tathintergrund für möglich. Konkrete Hinweise darauf gebe es bisher aber nicht, betonte ein Sprecher der Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Montag. Vor dem Hintergrund mehrerer mutmaßlich politisch motivierter Brandanschläge im Bundesgebiet werde dies aber "in den Blick" genommen. Generell werde jedoch in alle Richtungen ermittelt.
Der Schaltkasten war am Freitagabend bei Lehrte im Großraum Hannover in Brand geraten und sorgt seitdem für Behinderungen im Fernverkehr in Richtung Berlin und Magdeburg. Dem Polizeisprecher zufolge gegen die Ermittler von einem "Fremdverschulden" aus. Die Deutsche Bahn sprach von "Vandalismusschäden".
Ihren Angaben nach werden ICE- und IC-Züge aus Hannover in Richtung Berlin umgeleitet und verspäten sich dadurch um etwa 25 Minuten. In der Gegenrichtung fahren die Züge demnach nur leicht verspätet. Die Reparaturen an der Strecke liefen, die Behinderungen sollten noch bis Montagnachmittag andauern.
Bundesweit hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Brandanschläge auf die Infrastruktur gegeben, zu denen sich anschließend im Internet mutmaßliche Linksextremisten bekannten. Im August sorgte ein absichtlich gelegter Brand an Signalkabel der Bahn bei Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen für erhebliche Verkehrsstörungen. In der vergangenen Woche kappte ein mutmaßlicher Brandanschlag auf Strommasten in Berlin die Energieversorgung zehntausender Menschen.
I.Meyer--BTB