-
Richterbund schlägt Alarm: Eine Million offene Verfahren und Verdächtige in Freiheit
-
Studie: Kreml-freundliche Posts nutzen Epstein-Akten für Desinformation über die Ukraine
-
Lufthansa: Knapp 800 Flüge wegen Streiks annulliert
-
Bundesgerichtshof verhandelt über Werbung für Cannabis auf Rezept
-
Selenskyj: Ausschluss von ukrainischen Athleten von Olympia nutzt "Aggressoren"
-
Selbst abgeräumt: Snowboardcrosser ohne Medaille
-
Erstmals nach Sturz Hasinas: Neues Parlament in Bangladesch gewählt
-
Online-Diagnose von Erektionsstörungen: BGH verhandelt über Zulässigkeit von Werbung
-
Bundestagspräsidentin Klöckner besucht mit Israels Armee den Gazastreifen
-
Gewinn bei Mercedes 2025 um fast die Hälfte eingebrochen
-
Gestoppte Integrationskurse: Grüne und Volkshochschulen üben scharfe Kritik
-
Epstein-Affäre: Razzia bei Norwegens Ex-Regierungschef Jagland
-
Schah-Sohn Pahlavi ruft die USA zu Militärschlag gegen den Iran auf
-
"Stolz auf Wladyslaw": Selenskyj dankt Heraskewytsch
-
Personalkarussell bei Europas Pharmakonzernen: Merck-Chefin übernimmt bei Sanofi
-
Zehn Milliarden Euro für Ungarn: EuGH-Gutachten sieht Auszahlung von Geldern kritisch
-
Bewegung in Tarifrunde für Länderbeschäftigte – Arbeitgeberseite legt Angebot vor
-
Zwei Tote nach russischen Angriffen auf die Ukraine - Tausende Haushalte ohne Strom
-
Säugling stirbt bei Hausbrand in Berlin - Mutter und Bruder in kritischem Zustand
-
Leistungen der Pflegeversicherung verlieren wegen Inflation seit Jahren an Wert
-
Rückruf von Lebensmitteln: Listerien sind häufigste Ursache
-
IOC: Heraskewytsch erhält Akkreditierung zurück
-
Gewerkschaft EVG dringt auf konkrete Ergebnisse des Bahn-Sicherheitsgipfels
-
Ukrainischer Sportler Heraskewytsch wegen Gedenkhelm bei Olympia disqualifiziert
-
Ungarn droht nach EuGH-Gutachten gerichtliche Niederlage wegen Souveränitätsgesetz
-
Mehrjahresplan: Frankreich will Ausbau erneuerbarer Energien drosseln
-
Bundestagspräsidentin Klöckner besucht Gazastreifen
-
Studie zu Chip-Forschung: Europa verliert Anschluss - China holt bei Patenten auf
-
Radlader gerät mit Heck auf Bahngleise: Zusammenstoß mit S-Bahn in Bayern
-
Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch ausgeschlossen
-
Taiwans Präsident will stärkere Verteidigungskooperation mit Europa
-
Aicher und Weidle-Winkelmann scheitern im Super-G
-
Thyssenkrupp mit hohem Quartalsverlust - Siemens profitiert von KI-Boom
-
Wettbewerbsfähigkeit: Merz will EU "schneller" und "besser" machen
-
Rüstungsexporte nach Israel: Palästinenser scheitert mit Klage in Karlsruhe
-
Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht
-
Trotz Debatten: Infantino verspricht friedliche "WM-Party"
-
Tuchel wird England auch bei Heim-EM coachen
-
China verstetigt Zölle auf EU-Milchprodukte - Aufschläge aber deutlich niedriger
-
Bundestagspräsidentin Klöckner zu Besuch im Gazastreifen
-
Medien: Tuchel soll England auch bei Heim-EM coachen
-
Heraskewytsch will CAS anrufen: "Für unsere Rechte kämpfen"
-
FDP hat keinen Anspruch auf Teilnahme an TV-Triell vor Wahl in Baden-Württemberg
-
93 Liter zuckerhaltige Getränke pro Kopf: Produktion bleibt nahezu konstant
-
Gedenkhelm: Ukrainischer Athlet Heraskewytsch bei Olympia disqualifiziert
-
Klage gegen Rüstungsexporte nach Israel scheitert vor Bundesverfassungsgericht
-
Viele Flugausfälle wegen Pilotenstreiks bei der Lufthansa
-
Helm-Causa: Skeletonfahrer Heraskewytsch disqualifiziert
-
Sieben Festnahmen bei Protest gegen AfD-Veranstaltung in Freiburg
-
Bundesregierung nominiert Carsten Breuer als Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses
Kolumbianischer Künstler Fernando Botero mit 91 Jahren gestorben
Seine rundlichen und oft überdimensionierten Menschen- und Tierfiguren haben ihm Weltruhm verschafft: Der kolumbianische Bildhauer und Maler Fernando Botero ist am Freitag im Alter von 91 Jahren verstorben. Dies teilte der Präsident des südamerikanischen Landes, Gustavo Petro, mit. Botero gilt einer der größten bildenden Künstler Lateinamerikas. Seine Werke werden in Museen und an öffentlichen Orten rund um den Globus gezeigt, darunter in Berlin, Paris, Jerusalem und Singapur.
Petro würdigte den Künstler im Onlinedienst X, ehemals Twitter, als "Maler unserer Traditionen und Fehler, Maler unserer Tugenden, unserer Gewalt und unseres Friedens". Der Bürgermeister von Boteros Geburtsstadt Medellín, Daniel Quintero, rief sieben Tage der Trauer aus. Nach Informationen kolumbianischer Medien starb der Künstler an den Folgen einer Lungenentzündung.
Botero wird wegen seiner überbordenden Kreativität auch der "Picasso Lateinamerikas" genannt. Er schuf insgesamt rund 3000 Malereien und 300 Skulpturen. Sogar in seinen späten Lebensjahren arbeitete er nach eigener Schilderung zehn Stunden am Tag.
Und am liebsten hätte er immer weiter gemacht mit seiner Kunst: "Ich denke häufig an den Tod, und es macht mich traurig, diese Welt zu verlassen und nicht weiter arbeiten zu können, weil die Arbeit mir große Freude macht", sagte Botero der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview aus Anlass seines 80. Geburtstags.
Botero wurde am 19. April 1932 in Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens im Nordwesten des Landes, geboren. Sein Vater war ein einfacher Handelsvertreter. Der Sohn begann sich in jungen Jahren für die Kunst zu begeistern. Mit 15 Jahren verkaufte er seine Zeichnungen vom Stierkampf vor der Arena der Stadt. Obwohl seine Familie darüber nicht glücklich war, entschied er sich dann, sein Leben der Kunst zu widmen.
Seine erste Ausstellung hatte Botero in den 50er Jahren in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Danach begannen Wanderjahre in Spanien, Frankreich, Italien und danach Mexiko. Neben der europäischen Kunst übten auch die mexikanischen "muralistas" - die Schöpfer großer Wandgemälde - starken Einfluss auf ihn aus.
Seit den späten 50er Jahren entwickelte Botero den Stil, der zu seinem Markenzeichen wurde: stark rundliche und oft überdimensionierte Figuren. Sein Aufstieg zur Weltberühmtheit begann in den 60er Jahren in New York, wo er mit kaum Geld in der Tasche eingetroffen war. Dort nahm ihn der deutsche Kunstkurator Dietrich Mahlow unter seine Fittiche, der erfolgreiche Ausstellungen des Kolumbianers in Deutschland organisierte. Von da an ging es stetig weiter bergauf mit Boteros Karriere.
Einen großen Teil seiner Skulpturen schuf Botero in Pietrasanta in der Toskana, wo er einen seiner Wohnsitze hatte. Er pendelte häufig zu seinen anderen Wohnorten in Monaco, New York und anderswo und verbrachte viel Zeit auch in seinem Heimatland.
In seiner Kunst wurde Botero nach eigener Aussage nicht nur von seinen Vorstellungen von Schönheit inspiriert, sondern manchmal auch von der Realität seines Herkunftslandes. Einige seiner Werke zeigen Guerilleros und Gewalttaten. 1995 tötete eine Bombe in Medellín 23 Menschen und beschädigte dabei auch die Botero-Skulptur "Der Vogel". Die Überreste der Statue stehen weiter an dem Ort.
Botero war auch kommerziell überaus erfolgreich. Kein lateinamerikanischer Künstler erzielte zu Lebzeiten so hohe Preise für seine Werke wie er. 2022 wurde seine Skulptur "Mann auf Pferd" vom Auktionshaus Christie's für 4,3 Millionen Dollar (nach heutiger Umrechnung: vier Millionen Euro) verkauft. Zugleich war Botero ein wichtiger Mäzen. Seine Spenden werden auf einen Gesamtwert von mehr als 200 Millionen Dollar geschätzt. Museen in Medellín und Bogotá schenkte er viele seiner Werke.
Botero war drei Mal verheiratet. Seine letzte Ehefrau, die griechische Malerin und Bildhauerin Sophia Vari, starb im vergangenen Mai.
F.Pavlenko--BTB