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Pro-palästinensische Proteste am Rande des ESC-Finales im Baseler Stadtzentrum
Im Stadtzentrum von Basel ist es am späten Samstagabend am Rande des Eurovision Song Contest (ESC) zu kleineren Zusammenstößen zwischen pro-palästinensischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, erhitzten sich die Proteste kurz vor dem Auftritt der israelischen Sängerin Yuval Raphael während des ESC-Finales in der Baseler St. Jakobshalle. Die Polizei setzte auch Pfefferspray ein.
Die Proteste richten sich gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Dazu versammelten sich mehrere hundert Demonstranten im Baseler Stadtzentrum. Sie trugen verschiedene Banner mit Aufschriften wie "Singen, während Gaza brennt". Wegen des Agierens Israels im Gazastreifen hatte es im Vorfeld des ESC auch Boykottaufrufe gegen Israel gegeben.
Im vergangenen Jahr hatten Proteste gegen Israel das ESC-Finale in Malmö überschattet. Damals protestierten in der schwedischen Stadt zehntausende Menschen gegen Israel. Die Proteste beim diesjährigen ESC sind wesentlich kleiner ausgefallen.
Israel reagiert im Gazastreifen militärisch, seit die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas mit verbündeten Kämpfern am 7. Oktober 2023 Israel angegriffen und dort nach israelischen Angaben rund 1200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln genommen hat. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die nicht unabhängig überprüft werden können, wurden bislang mehr als 53.100 Menschen in Folge der israelischen Militäraktionen getötet.
F.Müller--BTB