-
Raúl Castro zeigt sich bei Gedenken an Bruder Fidel erstmals seit Monaten öffentlich
-
Diebe erbeuten in Frankreich Pokémon-Karten in Wert von 80.000 Euro
-
"Terrortat": US-Botschafter verurteilt Siedlergewalt gegen Palästinenser ungewöhnlich scharf
-
RSG-WM: Varfolomeev verpasst Keulen-Finale
-
BSW streitet über Umgang mit AfD - Wagenknecht weist Höcke-Angebot zurück
-
UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele
-
Opposition zu Hitzeschutz: Regierung muss handeln - Grüne für Hitzegipfel
-
Wehrle: "Infantino soll einfach zurücktreten"
-
Anhaltende Wärme macht Deutschland zu schaffen - Zahl der Hitzetoten weiter gestiegen
-
Rechtspopulist Farage tritt bei Nachwahl in England gegen Spaßkandidaten an
-
Wagenknecht weist Höckes Angebot zurück - und fordert ihn zu TV-Duell auf
-
Donau-Niedrigwasser: Rumänien fährt einziges Akw des Landes herunter
-
Ukraine: 437 Zivilisten im Juli getötet - Selenskyj fordert mehr Patriot-Raketen
-
Gegenstand absichtlich in Gleisbett gelegt: Zugverkehr in Treuchtlingen eingestellt
-
Prognose: Millioneneinbußen für Getreidebauern wegen Hitze
-
65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie
-
Steigende Opferzahl und verzweifelte Suche nach Überlebenden nach Beben in Kolumbien
-
Grüne fordern Hitzegipfel der Regierung und klarere Zuständigkeiten
-
"Inakzeptabel": Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Niedrigwasser: Binnenschiffer fordern Geld für neue Schiffe und tiefere Fahrrinnen
-
AfD in Mecklenburg laut Umfrage weiter vorne - SPD auf Platz zwei
-
Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"
-
Schwimm-EM: Gose auch über 1500 m auf Medaillenkurs
-
Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt
-
Israelische Siedler belagern Palästinenser - US-Botschafter spricht von "Terrortat"
-
Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Rechtsstreits mit Böhmermann
-
Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf
-
Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr
-
Weiterhin Wald- und Flächenbrände: Zug nahe Düsseldorf mit 150 Reisenden evakuiert
-
Schlüsselfertige Immobilie gesucht: Bundesbank beginnt Vergabeverfahren für Zentrale
-
Mann muss nach Brandanschlag auf Berliner Kältebus in Psychiatrie
-
Vor Landtagswahlen im Osten: Streit in BSW um Umgang mit AfD verschärft sich
-
Märtens kritisiert TV-Übertragung: "Absolute Schande"
-
US-Botschafter in Israel wirft israelischen Siedlern "Terrortat" gegen Palästinenser vor
-
Bulgarien: 71. Eurovision Song Contest findet in Küstenstadt Burgas statt
-
Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt
-
Niedrigwasser: Rumänien beginnt Abschaltung von Atomkraftwerk
-
Deutsche Bahn bietet Service-Mitarbeitenden an Bahnhöfen Ausrüstung mit Bodycams an
-
Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin
-
Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße
-
Jahrestag der Machtübernahme der Taliban: Amnesty fordert Ende von Abschiebungen
-
Weltmeisterkollege für Zidane: Barthez neuer Torwarttrainer
-
Sambier wählen neuen Präsidenten - Amtsinhaber Hichilema gilt als Favorit
-
Barcala plant baldige Rückkehr von Oberdorf
-
Studie: Lohnstückkosten steigen in Deutschland vor allem wegen schwacher Produktivität
-
Neuer Höchststand 2025: Jugendämter melden zehn Prozent mehr Kindeswohlgefährdungen
-
RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Satiriker Böhmermann
Finnisches Parlament stimmt mit überwältigender Mehrheit für Nato-Beitritt
Mit überwältigender Mehrheit hat das Parlament in Finnland für einen Nato-Beitritt des Landes gestimmt. Die Abgeordneten in Helsinki votierten am Dienstag mit mehr als 90 Prozent für den historischen Schritt. In Schweden unterzeichnete derweil Außenministerin Ann Linde den Aufnahmeantrag ihres Landes. Die Nato hat den beiden nordischen Ländern eine rasche Aufnahme zugesagt. Die Bündnispartner zeigten sich zuversichtlich, dass auch die bislang skeptische Türkei die Nato-Norderweiterung nicht blockieren werde.
188 Abgeordnete im finnischen Parlament sprachen sich für den Nato-Beitritt aus, nur acht stimmten dagegen. "Heute Abend werden wir den Nato-Aufnahmeantrag unterzeichnen", sagte Außenminister Pekka Haavisto dem Sender YLE. Voraussichtlich am Mittwoch würden die Nato-Botschafter Finnlands und Schwedens ihre beiden Aufnahmeersuchen dann gemeinsam bei dem Militärbündnis einreichen.
In Schweden hatten die regierenden Sozialdemokraten am Montag beschlossen, als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine den Beitritt zur Nato zu beantragen. Das entsprechende Schriftstück wurde am Dienstag von Außenministerin Linde unterschrieben.
Die Bündnispartner in der Nato hatten die Beitrittspläne Finnlands und Schwedens überwiegend begrüßt. Beide Länder würden für ihren Beitrittswunsch "starke Unterstützung von allen Mitgliedstaaten" der Europäischen Union erhalten, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell.
Das Nato-Mitglied Türkei hat allerdings mit einem Veto gegen die Aufnahme Finnlands und Schwedens in die Allianz gedroht. Präsident Recep Tayyip Erdogan warf beiden Ländern vor, "keine klare Haltung gegenüber Terrororganisationen" zu haben.
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn bezichtigte Erdogan einer "Basar-Mentalität". Asselborn zeigte sich im Deutschlandfunk überzeugt, dass Ankara einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens nicht blockieren werde. Erdogan versuche aber, den Preis hochzutreiben. Dabei gehe es in Wirklichkeit nicht um kurdische Extremisten, sondern um den Streit um westliche Rüstungsexportbeschränkungen.
Die Entscheidung der Türkei für den Kauf russischer S-400-Luftabwehrraketen hatte 2019 für Spannungen zwischen Ankara und Washington gesorgt. Washington verhängte deshalb Sanktionen gegen Ankara und legte einen Vertrag mit der Türkei zum Kauf von US-Kampfflugzeugen der neuesten Generation (F-35) auf Eis. Asselborn spekulierte, dass Erdogan nun eine "Chance" wittere, doch noch Kampfjets zu bekommen.
Finnlands Präsident Sauli Niinistö äußerte sich am Dienstag "optimistisch", dass die Unstimmigkeiten mit der Türkei "mithilfe konstruktiver Gespräche" gelöst werden könnten. Am Donnerstag werden Niinistö und Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson zu Gesprächen über den angestrebten Nato-Beitritt von US-Präsident Joe Biden in Washington empfangen.
Für den Beitritt Finnlands und Schwedens ist ein einstimmiges Votum der Nato sowie die Ratifizierung der Bündnis-Erweiterung durch die Parlamente der 30 bisherigen Mitgliedstaaten nötig. Deutschland und andere Bündnispartner haben beiden Ländern einen schnellen Ratifizierungsprozess zugesagt. Dies soll auch die heikle Übergangsphase zwischen Antragstellung und offizieller Mitgliedschaft verkürzen, in der Beitrittskandidaten nicht durch den Artikel 5 des Nordatlantikvertrags geschützt sind, der den sogenannten Bündnisfall regelt.
Mit Blick auf eine mögliche Reaktion Russlands auf den angestrebten Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens verwies Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag auf bestehende Beistandsverpflichtungen. Deutschland sei schon jetzt über die UN-Charta und den EU-Vertrag verpflichtet, "alle in unserer Macht stehende Hilfe und Unterstützung zum gegenseitigen Schutz zu leisten", sagte Scholz in Berlin. Darüber hinaus solle nun die militärische Zusammenarbeit "insbesondere im Ostseeraum und durch gemeinsame Übungen" verstärkt werden.
Russland hatte in den vergangenen Wochen insbesondere mit Blick auf die Nato-Beitrittspläne seines Nachbarn Finnland mit Kritik und Drohungen reagiert. Kreml-Chef Wladimir Putin sagte am Montag, die Nato-Norderweiterung sei zwar "keine direkte Bedrohung" für Russland. Sein Land werde aber auf die "Ausweitung der militärischen Infrastruktur" der Nato auf die beiden Länder "zweifellos" reagieren.
Am Dienstag gab Russland die Ausweisung von zwei finnischen Botschaftsmitarbeitern bekannt. Der Schritt sei eine Reaktion auf die Ausweisung zweier russischer Diplomaten aus Finnland im April, erklärte das Außenministerium in Moskau. Es warf Finnland zudem vor, einen "konfrontativen Kurs" gegenüber Russland zu verfolgen.
J.Fankhauser--BTB