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Pistorius kündigt Initative für Langstreckendrohnen für die Ukraine an
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine Initiative zur Lieferung von Langstreckenwaffen an die Ukraine angekündigt. Deutschland werde eine neue Initiative für Angriffe mit hoher Reichweite starten, sagte Pistorius am Dienstag bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in London. Deutschland erarbeite dafür derzeit Verträge über die Lieferung mehrerer tausend Langstreckendrohnen ukrainischer Produktion im Wert von 300 Millionen Euro, erläuterte der Minister, der auf Englisch sprach.
Die Verträge enthielten Optionen für höhere Mengen an Drohnen, führte Pistorius weiter aus. Berlin biete zudem "allen unseren Partnern die Möglichkeit", an der Initiative teilzunehmen. Mit der Initiative solle die Fähigkeit der Ukraine gestärkt werden, "Russlands Kriegsmaschine im Hinterland zu schwächen", sagte der Verteidigungsminister.
Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigte an, sein Land werde in den nächsten zwölf Monaten die Lieferung von tausenden in Großbritannien hergestellten Langstrecken-Einweg-Angriffsdrohnen an die Ukraine finanzieren.
Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine trotz der Bemühungen um Friedensgespräche aus Washington zuletzt intensiviert.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits im Mai die Aufhebung der Reichweitenbeschränkungen für an Kiew gelieferte Waffen verkündet. Politiker von Union und Grünen hatten im Anschluss erneut auch die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern gefordert. Die neue schwarz-rote Bundesregierung will aus taktischen Gründen weniger detailliert über Waffenlieferungen an die Ukraine berichten als die Vorgängerregierung. Dies betrifft auch etwaige Taurus-Lieferungen.
O.Bulka--BTB