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Fast 37.000 Migranten haben seit Jahresbeginn mit Booten den Ärmelkanal überquert
Fast 37.000 Migranten haben seit Jahresbeginn mit kleinen Booten den Ärmelkanal in Richtung Großbritannien überquert. 36.954 Menschen nahmen die gefährliche Reise vom europäischen Festland auf sich, wie aus am Donnerstag von der britischen Regierung veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Der Wert übersteigt damit bereits die Gesamtzahl aller im Vorjahr mit Booten in Großbritannien angekommenen Migranten: 2024 waren es 36.816 Menschen.
Nach Angaben des britischen Innenministeriums handelt es sich bei den Migranten, die im Zeitraum zwischen März 2024 und März 2025 in kleinen Booten den Ärmelkanal überquerten, hauptsächlich um Menschen aus Afghanistan, Eritrea, dem Iran, Sudan und Syrien.
Die Zahlen setzen die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer unter Druck: Starmer hatte seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 immer wieder angekündigt, die Migrationszahlen zu senken. Die rechtspopulistische Partei Reform UK legte zuletzt in den Umfragen zu.
Im August war ein britisch-französisches Migrationsabkommen in Kraft getreten, das zunächst bis Juni 2026 gelten soll. Großbritannien soll demnach Migranten, die in kleinen Booten über den Ärmelkanal ins Land kommen und deren Asylgesuch als unzulässig eingestuft wird, nach Frankreich zurückschicken. Im Rahmen der Vereinbarung können diese Migranten vor ihrer Rückführung nach Frankreich inhaftiert werden.
Großbritannien will im Gegenzug für jeden zurückgeschickten Menschen einen Migranten legal einreisen lassen. Dabei sollen Menschen mit familiären Verbindungen nach Großbritannien und Migranten solcher Nationalitäten, die am häufigsten von Schleusern befördert werden, Vorrang haben.
G.Schulte--BTB