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Nordkorea errichtet Gedenkstätte für seine im Ukraine-Krieg gefallenen Soldaten
Das international weitgehend isolierte Nordkorea will seine an der Seite Russlands im Ukraine-Krieg gefallenen Soldaten künftig mit einer eigenen Gedenkstätte ehren. Das "Gedenkmuseum für Kampfleistungen" werde in der Hauptstadt Pjöngjang errichtet, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un pries den Bau als "historischen Höhepunkt" der Beziehungen seines Landes zu Moskau.
Das Museum sei "ein heiliger Ort", sagte Kim laut KCNA bei der Grundsteinlegung an der Seite des russischen Botschafters Alexander Matsegora. Es sei der "Unsterblichkeit wahrer Patrioten gewidmet".
Kim kündigte an,das Museum werde Skulpturen zu Ehren der nordkoreanischen Soldaten ausstellen, die an der Seite der russischen Truppen gekämpft hatten. Zudem würden Fotos und Kunstwerke gezeigt, in deren Zentrum die Kämpfe stünden. Auf von staatlichen Medien veröffentlichten Aufnahmen war Kim zu sehen, wie er bei der Zeremonie sichtlich emotionale Soldaten umarmte.
Kim pries nach Angaben von KCNA die Soldaten seines Landes dafür, dass sie Russland zu einem "entscheidenden Sieg" verholfen hätten. Die Beziehungen beider Länder erreichten "jetzt ihren historischen Höhepunkt". "Unsere Freundschaft und Einheit werden ewig währen", erklärte der nordkoreanische Machthaber.
Zeitgleich wurden in Moskau die bilateralen Beziehungen zu Pjöngjang mit einer Kunstausstellung gefeiert, in der nordkoreanische Soldaten und ihre russischen Kameraden vereint im Widerstand gegen einen feindlich gesonnenen Westen dargestellt werden.
Nordkorea ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus beim russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im vergangenen Jahr unterzeichneten beide Länder einen gegenseitigen Verteidigungspakt. Für den Ukraine-Krieg hat Nordkorea nach südkoreanischen Angaben Waffen und Munition an Russland geliefert. Von den nordkoreanischen Soldaten, die am Krieg gegen die Ukraine teilnahmen, wurden nach südkoreanischen Angaben rund 600 getötet und tausende weitere verletzt.
T.Bondarenko--BTB