-
Enrique: "Das beste Spiel, in dem ich dabei war"
-
Bayerns 100-Tore-Sturm soll es gegen PSG richten
-
Studie: Homeoffice weiterhin bei jedem fünften Jobangebot eine Option
-
Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Schnieder soll Check-In am Flughafen beschleunigen
-
Hitze, Eisschmelze, Meereserwärmung: 2025 laut Bericht Jahr der Extreme in Europa
-
Bundesverwaltungsgericht urteilt über Verbot von Neonazisekte
-
Vaterschaftsurlaub für Bundeswehrsoldat beschäftigt Bundesverwaltungsgericht
-
EU-Parlament stimmt über Lockerungen der Regeln für Chemikalien in Kosmetika ab
-
Bundeskanzler Merz eröffnet Nationale Maritime Konferenz in Emden
-
US-Notenbank Fed: Unveränderter Leitzins erwartet
-
Wadephul reist zu zweitägigem Besuch nach Marokko
-
Von der Leyen empfängt Ungarns designierten Regierungschef Magyar
-
Erster Grünen-Ministerpräsident Kretschmann wird in Stuttgart verabschiedet
-
Kabinett soll Haushalts-Eckpunkte und Gesundheitsreform beschließen
-
Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran ist "militärisch besiegt"
-
Kolumbien: Polizei nimmt mutmaßlichen Drahtzieher von Bombenanschlag fest
-
Elon Musk wirft OpenAI "Plündern" von gemeinnütziger Stiftung vor
-
Matchball um 1.21 Uhr: Zverev im Viertelfinale von Madrid
-
Gnadengesuch für Netanjahu: Israels Präsident beruft Prozessparteien zu Gesprächen ein
-
Ungarns designierter Regierungschef Magyar bietet Treffen mit Selenskyj im Juni an
-
Bayern-Schwur von Paris: "Ist noch was möglich"
-
Drama in Paris: Bayern-Traum am seidenen Faden
-
US-Medien: Ex-FBI-Direktor Comey wegen Onlinepost erneut angeklagt
-
König Charles III. ruft USA zum Zusammenhalt mit westlichen Verbündeten auf
-
Auch ohne Kapitän: Eisbären vor zwölftem Titelgewinn
-
Nach Trump-Kritik an Kimmel: Behörde ordnet Überprüfung von ABC-Sendelizenzen an
-
Trump attackiert Merz wegen Kritik am Iran-Krieg: "Er weiß nicht, wovon er spricht!"
-
Trump attackiert Merz wegen Iran-Kritik: "Er weiß nicht, wovon er spricht!"
-
Frachtkahn mit Buckelwal tritt Weg in Richtung offenes Meer an
-
PSG-Kracher: FC Bayern mit Musiala und Davies in der Startelf
-
Außenminister: Israel hat "keine territorialen Ambitionen im Libanon"
-
Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter
-
Anschlagsplan gegen Swift-Konzert in Wien: Angeklagter bekennt sich weitgehend schuldig
-
Konzernchef Blume: VW plant Einstieg ins Rüstungsgeschäft
-
Zwei Tote und ein schwer verletzter Mensch nach Schüssen in Haus in Sachsen
-
Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen
-
Einmalig in Europa: Brighton baut eigenes Frauen-Stadion
-
Trump zu König Charles III.: Die USA haben "keine engeren Freunde" als die Briten
-
Bergarbeiter vor Energieministerium in Ankara beenden ihren Streik
-
Tour de Romandie: Lipowitz Zehnter im Prolog
-
Prozess gegen frühere RAF-Terroristin Klette: Staatsanwaltschaft von Schuld überzeugt
-
US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump
-
Vereinigte Arabische Emirate kündigen Austritt aus der Opec an
-
Spahn und Hoffmann rufen zu sachlicherem Umgang auf - Koalition "außer Tritt"
-
DFL erhält 100 Millionen Euro als Darlehen von adidas
-
Transport in Richtung Nordsee geplant: Buckelwal in Frachtkahn geschwommen
-
Deutschland schiebt 25 straffällig gewordene Afghanen ab
-
Keine Fortschritte bei Iran-Verhandlungen ersichtlich - Flüssiggas-Tanker durchquert Straße von Hormus
-
Bild: DFL erhält 100 Millionen Euro als Darlehen von adidas
-
Verbraucherschützer begrüßen Zuckerabgabe
Milliardenschaden durch Organisierte Kriminalität - Dobrindt: "Massives Drogenproblem"
Die Organisierte Kriminalität weiter auf dem Vormarsch und bei Rauschgiftkriminalität immer mehr harte und synthetische Drogen: In zwei Lagebildern hat das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag eine herausfordernde Lage beschrieben. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) nutzte die Vorstellung für massive Kritik an der Teilliberalisierung von Cannabis, die aus seiner Sicht "eher den Drogenkonsum" fördert.
Bei der Organisierten Kriminalität wurden im vergangenen Jahr 647 Ermittlungsverfahren eingeleitet - dies waren fünf mehr als im Vorjahr und der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Die Schadenssumme blieb mit 2,64 Milliarden Euro weiter hoch, aber leicht unter dem Wert von 2023 (2,7 Milliarden Euro).
Das BKA sprach in seinem Lagebild zur oft über Landesgrenzen hinweg agierenden Organisierten Kriminalität von einem "konstant hohen Bedrohungspotenzial". Dobrindt nannte sie "eine der größten Bedrohungen für unseren Rechtsstaat".
Das BKA verwies zwar auf einen Rückgang bei Gewaltkriminalität und Gewaltanwendung, verzeichnete aber "einen deutlichen Anstieg beim Besitz von Schuss- und Kriegswaffen". Besorgt ist das Bundeskriminalamt auch über "die Rekrutierung von teils unerfahrenen Minderjährigen" für Gewalttaten, auch wenn es in Deutschland anders als etwa in Skandinavien bisher nur um "Einzelfälle" gehe.
BKA-Chef Holger Münch verwies bei einer Pressekonferenz mit Dobrindt darauf, dass Jugendliche hier oft über Gaming-Plattformen oder soziale Medien angeworben würden. Damit sollten Verbindungen zur Organisierten Kriminalität verschleiert werden.
"Auf dem Vormarsch" sei auch "crime as a service", also wenn Gruppen der organisierten Kriminalität ihre Aktivitäten als Dienstleistung anbieten, erklärte das BKA. Verwiesen wird dabei insbesondere auf den Bereich der Geldwäsche.
Um Geschäften der Organisierten Kriminalität das Wasser abzugraben, kündigte Dobrindt eine "Beweislastumkehr" bei der Einziehung von Vermögenswerten an. Damit müsse bei unklarer Herkunft künftig der Nachweis erbracht werden, dass das Vermögen legal erworben wurde, sagte er. Sonst werde es eingezogen.
Der Großteil der Taten der Organisierten Kriminalität betraf 2024 weiter Rauschgiftkriminalität mit 259 Verfahren. Hier sank die Gesamtzahl der Delikte in der gesamten Polizeistatistik aber aufgrund der Teilliberalisierung bei Cannabis um ein Drittel (34,2 Prozent) auf 228.104 Vergehen.
Das BKA verwies aber auf eine Reihe besorgniserregender Entwicklungen. Demnach sind Delikte mit dem Handel von Drogen wie Ecstasy, Crystal, Kokain sowie Designerdrogen (NPS) "jeweils im zweistelligen Prozentbereich angestiegen". Möglicher Hintergrund ist aus Sicht von Münch und Dobrindt auch das harte Vorgehen der USA gegen den Drogenhandel, die zur Verlagerung von Handelsrouten Richtung Europa führen könne.
Die Drogenringe würden ihre Methoden bei Lieferungen etwa über Seehäfen oder Abwürfe von Kokain-Paketen vor der Küste dabei "immer wieder anpassen", sagte Münch. Sie nutzten zur Aufnahme der Ware inzwischen auch kleinere Häfen oder Tauchboote. Über chemische Verfahren würden Drogen wie Kokain zudem über chemische Verfahren in legale Importware wie Gewürze oder Saft gemischt, womit sie bei Kontrollen nur schwer erkennbar seien.
Dobrindt konstatierte ein "massives Drogenproblem" in Deutschland. Das Absinken im vergangenen Jahr sei eine "statistische Verzerrung" durch die Teillegalisierung von Cannabis, sagte der CSU-Politiker. "Harte Drogen sind auf dem Vormarsch."
Die Cannabis-Teillegalisierung sei dabei aus seiner Sicht "ein richtig schädliches Gesetz für unsere Gesellschaft", sagte Dobrindt. Jemand, der früher 25 Gramm Cannabis in der Tasche gehabt habe, sei ein Händler gewesen. Er sei "heute immer noch ein Händler, aber wir bearbeiten ihn nicht mehr so". Dem kriminellen Drogenhandel werde damit "Tür und Tor geöffnet".
Die Zahl der Drogentoten sank der BKA-Statistik zufolge um vier Prozent auf 2137. Dies sei aber "wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs", sagte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU) bei dem Pressetermin. Junge Menschen konsumierten mehr als früher. Kokain-Konsum sei "nicht mehr ein Randphänomen", sondern "in der Mitte der Gesellschaft angekommen". Es gebe auch zunehmend Hinweise auf eine "sich anbahnende Opioid-Krise".
S.Keller--BTB