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Thailand und Kambodscha unterzeichnen Friedensabkommen gemeinsam mit Trump
Rund drei Monate nach dem erneuten Ausbruch des Konflikts zwischen Thailand und Kambodscha haben die Regierungschefs beider Länder, Anutin Charnvirakul und Hun Manet, gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die Unterzeichnung in Kuala Lumpur erfolgte am Sonntag kurz nach der Landung Trumps in Malaysia, dem ersten Stopp seiner Asien-Reise. Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim war ebenfalls zugegen. Trump bezeichnete das Friedensabkommen als "monumentalen Schritt".
Er sei stolz darauf, dass Abkommen vermittelt zu haben, sagte der US-Präsident zuvor bei seiner Abreise nach Malaysia. Die Vereinbarung sieht unter anderem die Freilassung 18 kambodschanischer Kriegsgefangener vor, wie das Außenministerium Kambodschas mitteilte.
Thailand und Kambodscha hatten sich bereits Ende Juli auf einen Waffenstillstand geeinigt. Beide Seiten warfen sich seitdem Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Bei dem jetzt unterzeichneten Abkommen ging es vor allem darum, Beobachter regionaler Staaten in das Konfliktgebiet an der thailändisch-kambodschanischen Grenze zu entsenden, erklärte Malaysias Außenminister Mohamad Hasan, der das Abkommen als Vertreter der Vereinigung südostasiatischer Staaten (Asean) mitvermittelt hatte. Er forderte, dass beide Länder zudem ihre schwere Waffen von der Grenze abziehen und die Landminen räumen.
Bei den fünftägigen Gefechten zwischen Thailand und Kambodscha waren mindestens 43 Menschen getötet und 300.000 vertrieben worden. Die Kämpfe waren eine erneute Eskalation in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit um die Grenzziehung im sogenannten Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie Laos aneinander grenzen.
Die Unterzeichnung des Friedensabkommens erfolgte im Rahmen des Asean-Gipfels in Malaysia, an dem Trump am Sonntag teilnehmen wird. Nach einem Besuch in Tokio am Montag wird Trump am Mittwoch in Südkorea erwartet, wo der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) stattfindet. Dort soll es am Donnerstag zu der ersten persönlichen Begegnung mit Chinas Präsident Xi seit Trumps erneutem Amtsantritt im Januar kommen.
I.Meyer--BTB