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Staatsanwaltschaft: Iran wird Todesstrafe gegen einige "Unruhestifter" verhängen
Die iranischen Behörden werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen einige im Zuge der jüngsten Proteste festgenommene "Unruhestifter" die Todesstrafe verhängen. Wie das Staatsfernsehen berichtete, teilte die Staatsanwaltschaft von Teheran am Dienstag mit, dass eine unbestimmte Zahl an Verdächtigen wegen des "Kriegs gegen Gott" (Moharebeh) angeklagt werde. Dabei handelt es sich nach islamischem Scharia-Recht um eine Straftat, auf die im Iran die Todesstrafe steht.
"Eine Reihe von Randalierern, deren Anklagen mit Moharebeh übereinstimmten, werden bald vor Gericht gestellt", hieß es weiter.
Im Iran gehen die Behörden derzeit brutal gegen eine Protestwelle vor, die sich vor mehr als zwei Wochen an der schlechten Wirtschaftslage entzündet hatte. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) wurden mindestens 648 Menschen getötet, einige Schätzungen gehen von mehr als 6000 Todesopfern aus. Iranische Staatsmedien meldeten, dass dutzende Sicherheitskräfte von "Unruhestiftern" getötet worden seien.
Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Menschenrechtsorganisation IHR mindestens 1500 Menschen hingerichtet worden. Mehr Hinrichtungen als im Iran gibt es laut Menschenrechtsorganisationen nur in China.
F.Müller--BTB