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Rubio: Modschtaba Chamenei "zunehmend involviert" in Amtsgeschäfte
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, bringt sich nach Einschätzung der USA immer mehr in die Amtsgeschäfte ein. "Es gibt Hinweise darauf, dass er sich auf einer bestimmten Ebene zunehmend engagiert, obwohl die gesamte Kommunikation schriftlich und über Dritte läuft", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats.
Modschtaba Chamenei war nach Angaben des iranischen Regierung am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar verletzt worden, trug aber demnach nur "oberflächliche Wunden" davon. Sein Vater Ayatollah Ali Chamenei wurde dagegen getötet. Seitdem war Modschtaba Chamenei nicht mehr öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. Am 8. März wurde er zum Nachfolger seines Vaters im Amt des obersten Führers des Iran ernannt.
Zu den ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Verlängerung der Waffenruhe und ein dauerhaftes Ende der Kämpfe sagte Rubio, Teheran müsse sein Atomprogramm stark einschränken und die Straße von Hormus "ohne Gebühren" öffnen. Eine Einigung könne "heute passieren, morgen oder nächste Woche". Er hoffe auf eine Verständigung. In diesem Fall sei auch eine Abschwächung der Sanktionen möglich. Rubios Angaben zufolge hat die US-Armee in dem Krieg ihre Ziele "weitgehend" erreicht, nämlich die Reduzierung der militärischen Kapazitäten des Iran. Der Iran habe aber "noch immer viele Drohnen", sagte Rubio.
Unterdessen widersprach US-Präsident Donald Trump Angaben, der Iran habe den Kontakt mit den USA angesichts des israelischen Militäreinsatzes im Libanon abgebrochen. Es fänden "ständig" Gespräche statt, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social am Dienstag. Wohin die Verhandlungen führten, "weiß man nie, aber ich habe dem Iran gesagt: Es ist für dich an der Zeit, einen Deal zu machen, so oder so!", fügte Trump hinzu.
C.Meier--BTB