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Deutsch-Französische Institute in Schottland und Argentinien eröffnet
Im schottischen Glasgow und im argentinischen Córdoba ist jeweils ein neues Deutsch-Französisches Kulturinstitut eröffnet worden. "Mit dieser gemeinsamen Initiative schaffen unsere beiden Länder zusammen innovative Kulturorte, die die Attraktivität unserer jeweiligen Netzwerke stärken", erklärten die Außenministerien beider Länder am Donnerstag. Ende des Jahres soll zudem ein gemeinsames Kulturinstitut in Bischkek in Kirgistan eröffnen.
In Córdoba war im vergangenen Jahr das Gebäude der Alliance française umgebaut worden und beherbergt nun auch das Goethe-Institut. In Schottland hatten die Kulturinstitute beider Länder bereits seit längerem zusammengearbeitet und schlossen sich nun zu einem "Kultur Ensemble" zusammen.
Die Einrichtung Deutsch-Französischer Kulturinstitute geht auf den Aachener Vertrag von 2019 zurück, der den Freundschaftsvertrag beider Länder von 1963 ergänzt. Seitdem wurden bereits drei gemeinsame Institute im italienischen Palermo, in Ramallah im Westjordanland und in Atlanta in den USA eingerichtet.
Die gemeinsamen Institute verdeutlichten "die Dynamik der deutsch-französischen Kulturzusammenarbeit und den gemeinsamen Willen, neue Räume für Dialog, Kreativität und offene Debatten über die heutigen Gesellschaften zu schaffen", betonten die Außenministerien in Paris und Berlin. Dies sei besonders wichtig in einem "internationalen Umfeld, das von Spannungen und Abschottungstendenzen geprägt ist".
Mit Verweis auf Sparzwänge hatte das Goethe-Institut in den vergangenen Jahren die französischen Standorte Bordeaux, Lille und Straßburg geschlossen. Die Zahl der Deutschlernenden sinkt in Frankreich seit Jahren, deutlich mehr noch als die Zahl der Französischlernenden in Deutschland.
W.Lapointe--BTB