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Brignone gewinnt erneut - Shiffrin mit neuem Tiefpunkt
Mikaela Shiffrin ist im einst so geliebten Riesenslalom nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nachdem sie im ersten der beiden Weltcup-Rennen in dieser Disziplin im italienischen Sestriere nur Rang 25 erreicht hatte und damit so schlecht platziert war wie seit März 2014 nicht mehr, kam es im zweiten noch schlimmer: Zum ersten Mal seit Oktober 2012 verfehlte die Amerikanerin in einem Riesenslalom die Qualifikation für das Finale.
Das Maß aller Dinge in dieser Saison bleibt Federica Brignone: Dem WM-Titel im Riesenslalom ließ sie nun den zweiten Sieg innerhalb von zwei Tagen und den siebten in diesem Weltcup-Winter folgen. Diesmal gewann die 34 Jahre alte Italienerin vor Lara Gut-Behrami aus der Schweiz (+0,77 Sekunden) und Alice Robinson (+0,79) aus Neuseeland, die wie am Freitag ihre Halbzeit-Führung abgeben musste. Brignone baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Lena Dürr verbesserte sich im Finale um acht Plätze auf Rang 15 (+2,39).
Shiffrin leidet offensichtlich an den Nachwirkungen ihres schweren Sturzes im Riesenslalom von Killington/USA Ende November. Wegen ihrer posttraumatischer Probleme hatte die 29-Jährige deshalb in der vergangenen Woche das WM-Rennen in dieser Disziplin ausgelassen: In Saalbach-Hinterglemm war sie nur in der Team-Kombi (Gold gemeinsam mit Breezy Johnson) und im Slalom (5.) gestartet. Bei der WM hatte sie berichtet, im Riesenslalom, in dem sie 2018 bei Olympia und 2023 bei der WM jeweils Gold gewonnen hatte, noch Angst vor der Geschwindigkeit zu haben.
"Das bin gerade nicht ich, und das ist in Ordnung", hatte Shiffrin am Freitag gesagt. Für sie sei es schon ein "großer Schritt" gewesen, überhaupt aus dem Starthaus zu fahren. Sie räumte aber auch ein: "Wenn man normalerweise in der Lage ist, um die Top 10 oder Top 5 zu fahren, um Podiums, dann fühlt sich das nicht als der große Schritt an, der es tatsächlich ist." Ihr maximales Potenzial im Riesenslalom bestehe gerade nur darin, Punkte zu sammeln.
P.Anderson--BTB