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Prudhomme in Berlin: Rückenwind für Grand Départ in Deutschland
Die Tour de France kehrt 2030 mit zunehmender Wahrscheinlichkeit nach Deutschland zurück - und hat zum 40. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung Dresden als Startort ins Auge gefasst. Tour-Direktor Christian Prudhomme zeigte sich am Dienstag in der französischen Botschaft in Berlin von der Idee angetan und gab den Bemühungen Rückenwind.
"Deutschland ist wichtig für Frankreich, daher ist Deutschland auch selbstverständlich wichtig für die Tour de France", sagte Prudhomme bei einer Buchvorstellung zum wichtigsten Radrennen der Welt: "Man kann eine deutsche Bewerbung nicht so einfach vom Tisch wischen." Die deutsch-französische Verbindung sei überall sehr wichtig, "allgemein, wirtschaftlich, kulturell und auch für die Tour", so Prudhomme.
Hinter den Bemühungen steht die Initiative "Grand Départ 2030". Die Strecke soll laut ersten Planungen durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen führen, dabei neben Dresden Städte wie Jena, Erfurt, Weimar oder Magdeburg passieren.
Die Frankreich-Rundfahrt ist in ihrer über 100-jährigen Geschichte vier Mal in Deutschland gestartet, zuletzt 2017 in Düsseldorf. Zuvor waren Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und West-Berlin (1987) Gastgeber des Grand Départ.
Zu den Unterstützern eines deutschen Tour-Auftakts zählt der französische Botschafter Francois Delattre. Der 40. Jahrestag der Wiedervereinigung sei auf vielen Ebenen ein großes Ereignis, "es wäre toll, wenn dieser fünfte Grand Départ in Deutschland stattfinden könnte", sagte Delattre.
I.Meyer--BTB